Kopania kritisiert Gewalt gegen Proteste im Iran

Jens Schulze
"Als Kirche stehen wir solidarisch an der Seite aller Menschen im Iran, die für Würde, Freiheit und Gerechtigkeit eintreten", erklärt Oberkirchenrat Frank Kopania, Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).
Proteste im Iran
Kopania kritisiert Gewalt gegen Proteste im Iran
Der Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Frank Kopania, hat sich besorgt über die aktuellen Entwicklungen im Iran geäußert.

"Gewalt gegen friedlich Protestierende und massive Einschränkungen von Freiheitsrechten sind nicht hinnehmbar", erklärt der Leiter der Abteilung Ökumene und Auslandsarbeit im Kirchenamt der EKD am Dienstag auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) in Hannover.

"Besonders denken wir an die religiösen Minderheiten, darunter die christliche Gemeinschaft, die im Iran seit Jahren Diskriminierung, Verfolgung und Haftstrafen ausgesetzt ist." Religionsfreiheit sei ein universelles Menschenrecht, betont Kopania weiter.

"Als Kirche stehen wir solidarisch an der Seite aller Menschen im Iran, die für Würde, Freiheit und Gerechtigkeit eintreten. Unsere Gedanken und Gebete sind bei ihnen." Das Regime im Iran sieht sich seit Wochen landesweiten Protesten gegen seine autoritäre Herrschaft gegenüber. Große Teile der Bevölkerung leiden unter der schwierigen wirtschaftlichen Lage und wenden sich zunehmend gegen die anhaltende staatliche Repression.