Bischof Meister würdigt Lohse als "herausragenden Brückenbauer"

Bischof Meister würdigt Lohse als "herausragenden Brückenbauer"
Landesbischof Ralf Meister würdigte den verstorbenen Eduard Lohse als "herausragenden Brückenbauer" zwischen theologischer Forschung, kirchlicher Praxis und Gemeindefrömmigkeit.

Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und ehemalige hannoversche Landesbischof Eduard Lohse ist tot. Der Theologie-Professor starb am Dienstag in Göttingen im Alter von 91 Jahren im Kreis seiner Familie, wie die hannoversche Landeskirche am Mittwoch mitteilte.

Meister betonte, Lohses "Fähigkeit zum Zuhören und sein partnerschaftliches Amtsverständnis ließen ihn in unserer Landeskirche und weit darüber hinaus höchsten Respekt genießen". Der 1924 in Hamburg geborene Lohse war von 1979 bis 1985 EKD-Ratsvorsitzender und damit höchster Repräsentant des deutschen Protestantismus. In seine Amtsperiode fielen unter anderem die friedenspolitischen Debatten um den Nato-Nachrüstungsbeschluss. Von 1971 bis 1988 leitete Lohse als Bischof die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers.

Drei Jahre lang stand Lohse als Leitender Bischof auch an der Spitze der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Zwölf Jahre leitete er die Deutsche Bibelgesellschaft als Vorsitzender. Der Weltbund der Bibelgesellschaften wählte ihn 1988 zu seinem Präsidenten. Von 1977 bis 2000 leitete er zudem als Abt das Kloster Loccum am Steinhuder Meer, in dessen Konvent er bis zuletzt mitarbeitete.

Von 1956 bis 1971 war er Professor für Neues Testament in Kiel und Göttingen. Mehrere Universitäten im In- und Ausland haben ihn mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. 2007 wurde er für sein "einzigartiges wissenschaftliches Werk" mit dem Leopold-Lucas-Preis der Universität Tübingen geehrt. Anfang November 2010 hielt er im Hamburger Michel die Trauerpredigt für die verstorbene Ehefrau des früheren Bundeskanzlers Helmut Schmidt (SPD), Hannelore "Loki" Schmidt.

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