Suchtexperten fordern mehr Prävention bei Tabak und Alkohol

thinkstockphotos-467305053_i-201.jpg

Foto: Getty Images/iStockphoto/Lecic

Suchtexperten fordern mehr Prävention bei Tabak und Alkohol
Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen hat stärkere Maßnahmen gegen Alkohol- und Tabakmissbrauch gefordert.
Deutschland spricht 2019

Durch Alkohol- und Tabakkonsum würden in Deutschland erheblich mehr Menschen sterben als durch illegale Drogen, heißt es in dem am Mittwoch in Berlin vorgestellten aktuellen Jahrbuch Sucht.

So seien im vergangenen Jahr 1.032 Tote durch illegale Drogen gezählt worden, durchschnittlich drei pro Tag. Zudem spricht der Bericht jedoch von jährlich 74.000 "Drogentoten durch Alkohol oder durch den kombinierten Konsum von Alkohol und Tabak". Dies seien pro Tag durchschnittlich rund 200 Menschen.

Hinzu kämen jedes Jahr zwischen 100.000 und 120.000 Menschen, die an den Folgen des Rauchens sterben, sowie rund 3.300 Todesfälle durch Passivrauchen. "Alkohol und Tabak sind und bleiben die Drogen mit dem größten Schadenspotenzial", heißt es in dem Bericht.

Deutschland brauche deshalb ein effektives Präventionsgesetz, in dem die Bekämpfung der Alkohol- und Tabaksucht oberste Priorität habe. Leider sei dies im bisherigen Gesetzentwurf nicht erkennbar, hieß es weiter. In der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, die das Jahrbuch Sucht herausgibt, sind Träger der ambulanten Suchtberatung und -behandlung, der stationären Versorgung und der Selbsthilfe vertreten.

Meldungen

Top Meldung
Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm
Angesichts sinkender Mitgliederzahlen setzt der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm auf authentischen Glauben und klare Kante - auch gegen rechts.