Tausende fliehen vor Terror in Nordnigeria - Präsidentenwahl soll trotzdem stattfinden

Tausende fliehen vor Terror in Nordnigeria - Präsidentenwahl soll trotzdem stattfinden
Der islamistische Terror im Nordosten Nigerias hat eine Flüchtlingskrise ausgelöst. Derzeit kämen täglich etwa 1.000 Flüchtlinge im Nachbarland Tschad an, teilte das Welternährungsprogramm (WFP) am Freitag in Genf mit.

Bereits 13.000 Menschen seien seit Jahresanfang am Tschadsee über die Grenze geflohen. Die betreffende Region gehört zu den ärmsten des Tschad. Die UN-Organisation plant die Versorgung von knapp 8.000 Flüchtlingen mit Nahrungsmitteln.

In Nigeria hat unterdessen eine Diskussion über die mögliche Verschiebung der für den 14. Februar geplanten Präsidentenwahl begonnen. Der Sicherheitsberater von Präsident Goodluck Jonathan, Sambo Dasuki, bezweifelte im britischen Rundfunksender BBC, dass alle Wähler rechtzeitig ihre Stimmkarten erhalten werden. Bisher sei erst die Hälfte, 30 Millionen, verteilt.

Rechtzeitige Verteilung der Stimmkarten

Oppositionspolitiker lehnten eine Verschiebung ab. Ein Sprecher der nationalen Wahlkommission sicherte die rechtzeitige Verteilung der Stimmkarten zu. Präsident Goodluck Jonathan kandidiert für eine zweite Amtszeit. Sein prominentester Widersacher ist der ehemalige Militärherrscher Mohammadu Buhari.

Die Wahl wird von der Gewalt der Terrormiliz Boko Haram überschattet, die im Nordosten Nigerias eine Fläche von der Größe Belgiens kontrolliert. Die Organisation versteht sich als Teil des Terrornetzwerks Al-Kaida und will einen Gottesstaat errichten. Ihr Name bedeutet "Westliche Bildung ist Sünde". In den vergangenen Jahren wurden bei Anschlägen Tausende Menschen getötet und Hunderte verschleppt. Boko Haram ist zudem in zahlreiche kriminelle Geschäfte verstrickt.

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