Patriarch Kyrill: Gläubige sollen für Regen bitten

Patriarch Kyrill: Gläubige sollen für Regen bitten
Unter dem Eindruck der schweren Waldbrände in weiten Teilen Russlands hat der orthodoxe Patriarch Kyrill I. die Gläubigen aufgerufen, um Regen zu bitten.

Neben Gebeten sei auch der Kampf gegen Sünden eine wichtige Voraussetzung zur Eindämmung der Brände und der Hitzewelle, sagte das Kirchenoberhaupt am Montag bei einem Besuch der besonders betroffenen Region Nischni Nowgorod laut russischen Medienberichten.

Kyrill erinnerte daran, dass der biblische Prophet Elia durch seine Gebete das israelische Volk vor einer schrecklichen Dürre gerettet habe, die der Überlieferung zufolge drei Jahre und sechs Monate dauerte. Gemessen daran sei die derzeitige Hitzewelle in Russland "kein Urteil, sondern eine leichter Hauch von Dürre und Trockenheit".

Erinnerung an Baal-Kult der Israeliten

Die Dürre sei über die Israeliten gekommen wegen des Abfalls vom Glauben und der Anbetung des Baals-Kultes, erinnerte das Oberhaupt der orthodoxen Kirche in Russland. Die Bewohner des Landes sollten sich von den Sünden befreien und nicht sündigen Versuchungen erliegen, die von Medien gefördert würden. Kyrill forderte die Gläubigen auf, den Glauben wiederzuentdecken und Solidarität zu praktizieren.

Die freiwilligen Helfer, die Brände in Russland bekämpften, seien ein wunderbares Beispiel für wechselseitigen Beistand, sagte der Moskauer Patriarch weiter. Die verheerenden Waldbrände erstrecken sich Medienberichten zufolge über eine Fläche von mehr als 125.000 Hektar im europäischen Teil Russlands und haben mindestens 34 Menschen das Leben gekostet.

epd