Unsere stärkste Waffe gegen den Terrorismus: Die Bibel.

Unsere stärkste Waffe gegen den Terrorismus: Die Bibel.
Foto: dpa/Monika Skolimowska
Was hilft gegen den Terrorismus? Möglicherweise nur eines: Unser eigener Glaube.

Die Anschläge am vergangenen Freitag in Paris haben uns alle erschüttert. Und nun wurde heute abend auch noch das Fußballspiel in Hannover abgesagt, das doch eigentlich ein Zeichen sein sollte: Wir lassen uns nicht einschüchtern! 

Hätte man es nicht gleich absagen sollen, dieses sportlich sowieso ziemlich unwichtige Spiel? Nein, denke ich. Denn genau das ist es doch, was die Terroristen tatsächlich erreichen wollen. Sie wollen unsere freie und auch freizügige Welt erschüttern. Sie wollen Angst verbreiten. Sie wollen verunsichern.

Gegen die Terroranschläge gibt es leider keine wirklichen absolut sicheren Rezepte. Denn umfassende Kontrollen mit Maschinengewehren und Armee allüberall können nicht unser Ziel sein. Dann hätten auch wieder die Terroristen gewonnen. Dann hätten sie unsere offene, freie, lebensfrohe Welt in eine Welt der Angst, der Kontrolle und der gegenseitigen Kontrolle verwandelt.

Eigentlich müssen wir nur unseren christlichen Glauben wirklich ernst nehmen. Denn wohl kein Satz findet sich so oft in unserer Bibel wie dieser: Fürchte dich nicht! 

Fürchte dich nicht. Wer seinen Glauben ernst nimmt, der weiß: Es kann mich nichts aus Gottes Hand reißen. Jesus hatte keine Furcht. Er ist auf alle Menschen zugegangen, auch auf seine Feinde. Nein, natürlich heißt das nicht, dass wir nun mit offenen Armen auf einen schießwütigen, schwer bewaffneten Terroristen zulaufen sollen. Das hat selbstverständlich keinen Sinn. Ich möchte hier meinen Kollegen Ulrich Kasparick zitieren, der, wenn auch in einem anderen Zusammenhang, heute schrieb:

Angst widerspricht fundamental christlichem Glauben.

Das ist das zentrale theologische Argument.

Wer sich von Angst bestimmen lässt, “glaubt” nicht.

Die Terroristen wollen uns Angst machen. Uns darüber beherrschen. Uns dazu führen, dass wir unser Leben von der Angst bestimmen lassen. Und da sind sie tatsächlich ganz nah am Zentrum unseres Glaubens: Wer sich von Angst bestimmen lässt, „glaubt“ nicht.

Alle Maschinengewehre, alles Militär, alle Kontrollen werden uns niemals hundertprozentig schützen können. Auch unser Glaube wird uns nicht vor solchen Anschlägen schützen können, das sicher nicht. Aber: Dieses „Fürchte dich nicht“, es kann uns davor schützen, dass wir den Terroristen auf den Leim gehen. Dass wir unser Leben einschränken. Dass wir uns von der Angst bestimmen lassen. Dieses „Fürchte dich nicht“, das sollten wir stärken. Unseren Glauben sollten wir stärken. Das wäre doch das Schlimmste für diese Irren: Dass ihre Anschläge noch dazu führen, dass wir uns wieder mehr auf unseren eigenen Glauben, unsere eigenen Grundlagen besinnen.

Fürchte dich nicht: Das ist unsere stärkste Waffe. Nicht nur gegen die Terroristen. Auch gegen alle anderen, die ihr Leben von Angst bestimmen lassen.

Fürchte dich nicht: Das heißt nicht, leichtsinnig zu sein. Aber es heißt, dass unser Leben nicht von der Furcht bestimmt werden darf.
 

weitere Blogs

Der bibelenthusiastische Teil der Christenheit kennt nicht nur Texte, die zu den verschiedenen Sonntagen gehören, sondern auch Bibelverse für die Woche, für den Tag, für das Jahr - und den Monat. Der Monat März 2026 hat als Vers: „Da weinte Jesus.“ (Johannes 11,35).
Eine Wiese mit Krokussen
Gestern war Vollmond - an vielen Orten Deutschlands bot sich ein beeindruckendes Bild, da der Mond in besonderer Größe zu sehen war. „Wurmmond“ wird dieser Mond vor dem Frühlingsanfang astronomisch genannt. Das klingt nicht schön, kommt aber aus indigenen Traditionen: Indigene Menschen stehen in enger Verbundenheit mit der Natur - und so beobachten sie, dass mit diesem Mond die Würmer wieder vermehrt aus der Erde kommen: Neues Leben bricht auf, die harte Zeit des Winters ist vorbei!
Heute Abend beginnt unser jüdisches Purimfest. Dabei feiern wir die Rettung der Juden im antiken Persien vor dem Vernichtungsplan des bösen Ministers Haman. Die mutige jüdische Königin Esther ist dabei eine der wichtigsten Figuren. Und ihr Mut kann uns auch heute noch inspirieren.