Spiritus

Spiritus: geistvoll in die Woche

Seelensprache

Seelensprache
Die Bibel erzählt keine Fakten, sondern gibt der Seele Geschichten.

Weisheit der Seelensprache

 

In sieben Tagen hat Gott die Welt geschaffen. Aha.

"Wer's glaubt, wird selig."

Man weiß: Es gab wahrscheinlich den Urknall, dann viele Weltraum-Trümmer, darunter die Erde, Lava, Wasser, Gras, Bäume, durch Bäume die Luft, dann lauter Viecher, dann Menschen -  und der Rest ist bekannt.

Also, was nun? Sieben Tage oder 5 Milliarden Jahre? Und Gott oder der Knall?

Diese Frage nach dem ‚oder' führt zu nichts - ‚UND' führt weiter.

Es gibt die Sprache des forschenden Denkens. Die will's genau wissen. Anhand von  Messungen im All und auf der Erde lässt sich ziemlich eindeutig sagen, woher wir stammen. So denkt der analytische Mensch am hellen Tag. Zu Recht.

Der träumende Mensch, das Kind und das Kind im mündigen Menschen reden anders:

"Im Osten geht die Sonne auf!" sagt er. Wissenschaftlich ist das nicht: Die Sonne "geht nicht auf", sondern die Erde dreht sich so, dass wir immer wieder Sonnen-Licht erleben. Aber das kapiert die Seele nicht. Sie sieht sich in der Mitte ihrer eigenen Welt. Sie steht da und sagt: "Alles kreist um mich. Auch die Sonne." So ‚unwissenschaftlich' ist der mündige Mensch. Also was denn nun? Es hilft nichts: Wir verstehen, was wir begreifen können und sind zugleich unwissenschaftlich und reden magisches Zeug. Wir schlagen unseren Computer und sprechen mit ihm, wenn er nicht will wie wir. Logisch ist das nicht.

Bibelsprache ist Seelensprache. Deswegen wird sie auch weiter beachtet. Denn die Seele tickt altertümlich. Sie mag Märchen, die sagen, wie es seelisch immer war und immer ist. Auch wenn man längst andere Erkenntnisse hat. Die Bibel beschreibt, was die Seele versteht. Die mag manchmal gern hören wie ein Kind, wenn es aus alter Zeit raunt: Die Welt ist von guter Hand gemacht. Sie hat einen Plan. Sie ist gewollt. Ich bin gewollt. Nach sechs Tagen war alles fertig und ‚gut'. Gott hat sich anschließend erholt -  am Sonntag. Deswegen machen wir auch Pause. Jede Woche also eine neue Welt - tolle Sache, neue Chance. Das macht mir alles menschlicher. In dieser alten ‚Seelen-Ruhe' kann ich die wissenschaftlichen und  manchmal unheimlichen Erkenntnisse interessiert und gelassener hören.

 

Weitere Blogeinträge

weitere Blogs

Nordbayerische Dekanate laden rund ums Erntedankfest zur Dankbarkeit ein
Die neue Bräurosl
Wie viel ausgelassene Geselligkeit ist angemessen in dieser Zeit? Wie viel Gemeinschaft brauchen wir? Ein Plädoyer, um in Freiheit und mit Verantwortung zu feiern.