Ich will mir selbst ein Bild machen

Ich will mir selbst ein Bild machen
Wie leben Flüchtlinge in Europa, bevor sie zu uns nach Deutschland kommen? Landesbischof Markus Dröge (EKBO) macht sich vom 10. bis 13. Juni in Italien selbst ein Bild. Hier berichtet er von seinen Erlebnissen auf der Reise.

Haben Sie schon einmal hunderte Kilometer zu Fuß zurückgelegt? Was dem Durchschnittsbürger Freizeitausgleich oder auch als Zumutung ist, erscheint Flüchtlingen ein Weg in die Freiheit zu sein, um ihre Lebenssituation zu verbessern – sogar mit der Gefahr, bei dem Versuch nach Europa zu gelangen zu sterben.

Wie leben Flüchtlinge in Europa, bis sie zu uns nach Deutschland kommen? Und was bedeutete es, wenn Flüchtlinge aus Berlin und Brandenburg wieder nach zum Beispiel Italien zurück geschickt werden? Ich werde deshalb nach Rom reisen, um mir am Beispiel Italiens anzuschauen, wie Flüchtlinge in Europa, in Rom, leben. Mir ist es wichtig, mit den Menschen selbst ins Gespräch zu kommen, ihre Erfahrungen zu hören. Aber auch die Meinung und Wünsche italienischer Politiker und die Sicht von ehrenamtlichen Helfern von Flüchtlingsinitiativen zu erfahren.

In der Gegend um die Ponte Mammolo, am Stadtrand von Rom, leben Flüchtlinge auf der Straße. Dorthin werde ich in den kommenden Tagen fahren sowie auch zur Aufnahmestelle Baobab im Stadtteil Tiburtina, wo Flüchtlinge auch eine medizinische Versorgung erhalten.

In Deutschland wird über den Umgang mit Flüchtlingen diskutiert, die über ein sicheres europäisches Drittland nach Deutschland eingewandert sind. Nach EU-Recht müssten sie in diese Länder zurückgeschickt werden. Der Europäische Menschengerichtshof hatte 2014 geurteilt, dass bei Rückführungen nicht gegen die Europäischen Menschenrechtskonvention verstoßen werden darf. Davon will ich mir selbst ein Bild machen.

Alle Beiträge von Bischof Dröge finden Sie hier zum Nachlesen.

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