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Wie ein evangelisches Dorf Katholiken aufnahm

Warum uns das 2016 wichtig war: Leben wir tatsächlich in einem gespaltenen Land? Warum schreien sich viele Menschen in den sozialen Medien so laut und ordinär an? Dann die Abqualifizierung des jeweils anderen: "Gutmensch" ist das neue "Schwein". An diesem Stück, dass ich im Februar 2016 produziert habe, habe ich besonders viel gelernt, deswegen ist es mir so wichtig. Mit den deutschen Flüchtlingen und Vertriebenen nach dem zweiten Weltkrieg war nicht alles einfacher als heute. "Wurde was im Ort geklaut, so hieß es, die asoziale Flüchtlingsfamilie mit den acht Kindern war es", sagte mir eine ehemals Vertriebene während der Recherche. Doch die Integration gelang über die Kinder. Sicherlich eine Lehre für 2016: Lasst uns die Kinder (und ihre Eltern) aufnehmen. -Lilith Becker, Redakteurin bei evangelisch.de

Dieser Beitrag wurde erstmals am 24.2.2016 veröffentlicht.

Es ist ein Gebot der Menschlichkeit, einen Fremden aufzunehmen. Wie war das nach 1945, als die Deutschen ihre eigenen Landsleute aufnehmen mussten? Das evangelische Dorf Egelsbach bekam tausend Katholiken zugeteilt. Ein paar alte Egelsbacher erinnern sich noch daran, wie sich das Leben im Dorf mit dem Einmarsch der amerikanischen Soldaten änderte.