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Glaube und Theologie
Ich bin die Scarlett, bin 20 Jahre alt, und ich hatte eine nicht so leichte Zeit in meiner Kindheit. Bis zum 16. Lebensjahr habe ich kaum gesprochen mit jemandem.
Dann auf einmal hat es Klick gemacht, und ich habe angefangen zu reden. Dann als ich 19 war, kamen schlimme Panikattacken auf mich zu, zu dieser Zeit war ich sehr allein und ich habe immer zu Gott gebetet, er soll mir helfen.
Dann eines Tages bin ich mit meiner Familie in den Urlaub gefahren, es war abends, ich bin ins Bett gegangen, hab mich wie immer hingelegt. Meine Oma schaute noch Fernsehen und von dem Licht des Fernsehers im Wohnzimmer zu in mein Schlafzimmer sah ich Jesus. Er war als Erscheinung sozusagen als Schatten an meiner Schranktür, genau neben mir!!!
Ich kann es mir bis heute nicht erklären, und ich stelle mir bis heute die Frage, ob er mir sagen wollte: Du bist nicht allein, oder was auch immer. Aber jetzt weiß ich er ist da!!! Seitdem habe ich auch meine Ängste überwunden und bin frei von meiner Panik. Bin auch dadurch viel selbstbewusster geworden.
Ich frage Sie als Pfarrer, was Sie glauben, warum er sich mir gezeigt hat?!
Vielleicht haben sie eine Erklärung.
Weil, ich möchte meine Geschichte teilen.
Mit freundlichen Grüßen,
Scarlett :)
Liebe Frau Scholl,
ich denke, es ist höchste Zeit, das Auferstehungsthema umzudeuten, glaubt eh kaum noch jemand. Bei Ezechiel ist Auferstehung sicher metaphorisch gemeint, siehe Ez 37,11. Er sagte zu mir: Menschensohn, diese Gebeine sind das ganze Haus Israel. Jetzt sagt Israel: Ausgetrocknet sind unsere Gebeine, unsere Hoffnung ist untergegangen, wir sind verloren. (reale Gebeine pflegen keine Hoffnung mehr...).
Im N.T. sehe ich bzgl. Auferstehung Paulus contra Jesus: Paulus pocht vehement auf den Glauben an leibliche Auferstehung, Jesus sieht das anders. Im Gespräch mit den Sadduzäern sagt Jesus unmissverständlich (Matth. 22,30, Markus 12,25, Lukas.20,36 ), dass wir mit der Trennung vom Körper wieder engelsgleiche Wesen sind, und er fügt noch den bedeutenden Satz an: "Gott aber ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen" Gott erweckt also kein abgestorbenes Fleisch zu neuem Leben.
ich denke, da sollte man langsam die Sichtweise ändern, und Jesus mehr glauben als Paulus, wir sind doch Christen und keine Paulaner. Jesus spricht auch von der Wiedergeburt (in einem anderen Leib). Man kann also durchaus die Kirche im Dorf lassen, diese - sinnvollere - Sichtweise lässt sich problemlos über das N.T. belegen.
Wie denken Sie darüber?
Gerne höre ich von Ihnen
L.G, Thomas Baumann