Faltschiffe sollen Kirche zum Einsatz für Seenotrettung ermutigen

Faltschiff

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Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm soll die 979 Faltschiffchen der Kirchengemeinde Aerzen überreicht bekommen.

Faltschiffe sollen Kirche zum Einsatz für Seenotrettung ermutigen
Mit einer Faltschiffchen-Aktion will die Kirchengemeinde Aerzen bei Hameln die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ermutigen, ein kirchliches Schiff zur Seenotrettung von Flüchtlingen ins Mittelmeer zu entsenden.
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979 selbst gefaltete Segelboote aus Papier seien bis Anfang September im evangelischen Pfarramt abgegeben worden, teilte die Kirchengemeinde am Dienstag mit. Beteiligt hätten sich lutherische und reformierte Kirchengemeinden und Schulen aus der Region sowie die Evangelische Jugend im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont.

Bei der Aktion konnte jeder, der ein kirchliches Rettungsschiff im Mittelmeer befürwortet, ein Faltschiff ins Pfarramt bringen. Alle Teilnehmer hätten die Schiffe mit ihrem eigenem Namen versehen, sagte Gemeindepastor Christof Vetter. Sie unterstützten damit eine Resolution des Evangelischen Kirchentages in Dortmund zur Seenotrettung. Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister werde die Faltschiffchen an den EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm weiterreichen. Im Internet hat der Aufruf "Schicken wir eine Schiff" bereits rund 40.000 Unterstützer.

In dieser Woche will der Rat der EKD überlegen, wie sich die evangelische Kirche an einer Seenotrettung im Mittelmeer beteiligen könne. Bedford-Strohm habe dabei bereits in der Vergangenheit deutlich den Vorschlag unterstützt, ein Seenotrettungsschiff unter evangelischer Beteiligung ins Mittelmeer zu schicken. Als erste evangelische Landeskirche hatte die Evangelisch-reformierte Kirche mit Sitz in Leer Anfang September angekündigt, eine kirchliche Initiative für ein Seenotrettungsschiff im Mittelmeer mit 15.000 Euro zu unterstützen.

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