Geistliche Führer aus Zentralafrika werben gemeinsam für UN-Mission

Geistliche Führer aus Zentralafrika werben gemeinsam für UN-Mission
Die beiden obersten Religionsführer der Zentralafrikanischen Republik wollen bei den Vereinten Nationen gemeinsam um die Entsendung einer UN-Truppe bitten.

Der Erzbischof von Bangui, Dieudonné Nzapalainga, und der Präsident der Muslimischen Gemeinschaft des Landes, Omar Kobine Layama, seien auf dem Weg zum UN-Sitz in New York, berichtete der französische Auslandssender RFI am Dienstag. Davor seien sie durch den Krisenstaat gereist, um sich ein Bild von der Lage zu machen.


Die Menschen lebten in Angst, die Gewalt halte an, erklärten sie laut RFI. Deshalb sei die Entsendung einer UN-Blauhelmtruppe nötig. Gleichzeitig forderten die beiden Geistlichen eine umgehende Umsetzung einer UN-Resolution, wonach die ausländischen Soldaten, die bereits im Land sind, die bewaffneten Gruppen entwaffnen sollen. Derzeit befinden sich rund 6.000 afrikanische und 2.000 französische Soldaten vor Ort. Sie sind jedoch nicht in der Lage, das dünn besiedelte Land von der doppelten Größe Polens zu kontrollieren.

Der Erzbischof und der Imam haben dem Bericht zufolge auch einzelne positive Entwicklungen ausgemacht. So lebten Christen und Muslime in den Städten Paoua und Bangassou gut zusammen. Die Krise in der Zentralafrikanischen Republik begann vor einem Jahr mit dem Putsch der überwiegend muslimischen Rebellenkoalition "Séléka" (Allianz). Seitdem eskaliert die Gewalt zwischen Christen und Muslimen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hält die Entsendung einer 12.000-köpfigen Blauhelmtruppe für nötig.

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