Krisenhilfe: "Stoppen Sie die Kürzungen!"

Anna-Nicole Heinrich
epd-bild/Paul-Philipp Braun
Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, Anna-Nicole Heinrich (Archivbild).
EKD-Präses: Anna-Nicole Heinrich
Krisenhilfe: "Stoppen Sie die Kürzungen!"
Mit einem gemeinsamen Appell stellen sich EKD-Synodenpräses Anna-Nicole Heinrich und die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken gegen den Sparkurs der Bundesregierung. Sie fordern den sofortigen Stopp der geplanten Millionen-Kürzungen bei der weltweiten Entwicklungshilfe.

Aus den Kirchen wird Protest gegen weitere Kürzungen bei der deutschen Entwicklungshilfe laut. Deutschland dürfe sich nicht aus der Verantwortung stehlen. "Wir appellieren an die Bundesregierung und den Bundestag: Stoppen Sie die Kürzungen", heißt es in einem Aufruf, der von der Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, Anna-Nicole Heinrich, und der Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Irme Stetter-Karp, unterzeichnet ist und dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (Mittwoch) vorliegt.

Nach Angaben des Entwicklungsministeriums soll der Etat für das Haus laut Eckwertebeschluss der Bundesregierung im kommenden Jahr um knapp 600 Millionen Euro auf etwa 9,5 Milliarden Euro sinken. Damit würde er das fünfte Jahr in Folge schrumpfen und seit 2022 um knapp ein Drittel zurückgehen. Für nächste Woche wird der konkrete Haushaltsentwurf für 2027 erwartet.

"Gerade jetzt, wo Kriege und Krisen das Weltgeschehen beherrschen, soll dort gespart werden, wo Leben gerettet, Hunger bekämpft und Frieden gestärkt wird", heißt es in dem Kirchen-Appell laut "RedaktionsNetzwerk Deutschland", der von der Kirchenpräsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche, Susanne Bei der Wieden, mitgetragen werde. Wer heute bei der Entwicklung, Gesundheit und dem Wohle der Menschen spart, zahle morgen für Krisen, Konflikte und Instabilität, werde gewarnt.