Unabhängige evangelische Stimme junger Soldat:innen

Collage von JS-Magazinen auf Flecktarn Muster
JS-Magazin (Collage mit Canva Material/evangelisch.de)
"Herzlichen Glückwunsch" zum Jubiläum!
Festakt 40 Jahre JS-Magazin
Unabhängige evangelische Stimme junger Soldat:innen
Seit 1986 begleitet das evangelische Magazin junge Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Zum 40-jährigen Bestehen wird an die evangelische Kirche appelliert, ihr publizistisches Engagement insgesamt beizubehalten.

40 Jahre "JS-Magazin": Die evangelische Zeitschrift für junge Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr hat Jubiläum gefeiert. Festredner Jörg Bollmann, der bis März 2024 an der Spitze des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) stand, in dem das Magazin angesiedelt ist, lobte das finanzielle Engagement der Militärseelsorge für die Zeitschrift und warnte die evangelische Kirche davor, ihr Engagement für eine freie Publizistik zurückzufahren. Sie leiste damit einen Beitrag für die Demokratie.

Eine Kirche, die im Wandel der Zeiten überzeugend für den Erhalt der Wahrheit eintritt, müsse bereit sein, dafür den Preis zu zahlen. Und Bollmann fragte: "Wann rafft sich die nach wie vor zersplitterte evangelische Publizistik insgesamt auf, zu einer strukturellen Einheit zu werden?"

Der evangelische Militärbischof Bernhard Felmberg sagte, das "JS-Magazin" habe seit den 1980er Jahren Generationen von Angehörigen der Bundeswehr begleitet. Die Zeitschrift sei kein Verkündigungsblatt und kein "Sprachrohr der Generalität". Es greife Fragen auf, die Menschen bewegen, wenn sie Dienst an der Waffe tun.

"Raum für Zweifel, Fragen und Hoffnung"

JS-Redaktionsleiter Sebastian Drescher sagte anlässlich des Jubiläums, das Magazin verstehe sich als Zeitschrift, die den Alltag der Soldatinnen und Soldaten "ernst nimmt, Klartext redet und zugleich Raum für Zweifel, Fragen und Hoffnung lässt". Das "JS-Magazin" erscheint monatlich mit einer Auflage von 14.000 Exemplaren. Es richtet sich vor allem an junge Mannschaftssoldaten und wird im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) herausgegeben. Im Mittelpunkt stehen Themen, die Dienst, Privatleben und Glauben miteinander verbinden. Die evangelische Militärseelsorge verbreitet das Magazin an Standorten im In- und Ausland.

Kern des Angebots ist die Printausgabe, die künftig durch digitale Formate ergänzt werden soll. Dazu gehören eine stärkere Social-Media-Präsenz sowie digitale Angebote, die den Austausch mit Leserinnen und Lesern intensivieren.
Das GEP mit seinem Hauptsitz in Frankfurt am Main ist die zentrale Medieneinrichtung der EKD, ihrer Landeskirchen und Werke sowie der evangelischen Freikirchen. Zum GEP gehört unter anderem auch die Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes 

Der Beitrag wurde am 23.6.2026 aktualisiert.