Nur jeder Fünfte glaubt an deutschen WM-Titel

Die Mannschaft um Bundestrainer Julian Nagelsmann stellt sich den Medien zum Gruppenfoto auf der Gangway zum Flugzeug.
Florian Wiegand/dpa
Die Mannschaft um Bundestrainer Julian Nagelsmann stellt sich den Medien zum Gruppenfoto auf der Gangway zum Flugzeug.
Zwischen Skepsis und Erwartung
Nur jeder Fünfte glaubt an deutschen WM-Titel
Die Deutschen sehen einen deutschen WM-Sieg kritisch, nur jeder Fünfte traut der Nationalmannschaft den Titel zu. Gleichwohl wird das Team häufig als Favorit genannt. Wie passt das zusammen?

Die Erwartungen der Deutschen an die Fußball-Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft 2026 sind gering. Nur etwa jeder fünfte Befragte rechnet laut einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage der Universität Hohenheim mit dem Titelgewinn. Mehr als die Hälfte geht davon aus, dass die Mannschaft spätestens im Viertelfinale ausscheidet.

Deutschland wird häufiger als Weltmeister genannt als andere Nationen. "Von einer breiten Titel-Euphorie kann man dennoch nicht sprechen", sagte Studienleiter Markus Voeth. Spanien und Frankreich gelten mit 19 und 18 Prozent Zustimmung ebenfalls als Titelanwärter und rücken damit näher an Deutschland heran.

Das allgemeine Interesse an der Weltmeisterschaft hat sich im Vergleich zum Turnier in Katar 2022 erholt, erreicht aber noch nicht das Niveau von 2018. So planen nur noch 16 Prozent der Befragten, gar keine Spiele zu verfolgen. 2022 lag dieser Wert noch bei 27 Prozent.

Die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Bundestrainer Julian Nagelsmann bewerten 43 Prozent der Deutschen positiv, rund ein Viertel ist dagegen. Bei den Spielern erreicht Florian Wirtz die höchsten Sympathiewerte, während Joshua Kimmich als der leistungsstärkste Spieler angesehen wird. An der repräsentativen Umfrage zwischen dem 24. April und dem 10. Mai nahmen bundesweit 1.000 Menschen teil.