US-Amerikaner beten in Washington für ihre Nation

Eine Person betet während der Rededicate 250  auf der National Mall in Washington.
Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
Eine Person betet während der Rededicate 250 auf der National Mall in Washington.
Kritik wegen fehlender Diversität
US-Amerikaner beten in Washington für ihre Nation
In Washington beten Demonstranten öffentlich für die USA und zeigen ihre Nähe zu Präsident Donald Trump. Der lässt sich per Video zuschalten.

Tausende Menschen haben sich am Sonntag (Ortszeit) unweit des Kapitols in Washington versammelt, um für die USA zu beten und das "christliche Erbe" der Nation zu betonen. Der per Video zugeschaltete Präsident Donald Trump las eine Bibelpassage. Verteidigungsminister Pete Hegseth rief bei der Veranstaltung zum Beten ohne Unterlass auf.

Überwiegend evangelikale Pastoren und Redner betonten beim Tag des Gebets, dass Gott die USA besonders gesegnet habe. Die Großveranstaltung galt als Auftakt der offiziellen Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der USA am 4. Juli. Niemand könne eine Feier so gut planen wie "unser großer Präsident", sagte Baptistenprediger Robert Jeffries. Trump habe die Amerikaner zusammengerufen, um sich Gott neu zu verpflichten.

Der republikanische Kongressabgeordnete Mike Johnson, der Sprecher des Repräsentantenhauses, betete für das Wirken des Heiligen Geistes. Konservative Christen stellen den Kern der Republikanischen Partei. Kritiker bemängelten, dass die Veranstaltung die religiöse Diversität der USA nicht repräsentiert habe.

Videobotschaft von US-Präsident Donald Trump auf der Rededicate 250.

Sie habe einen "christlichen Nationalismus" vertreten, um Amerikanern eine engstirnige Version des Christentums aufzuzwingen", sagt die Vorsitzende der Organisation "Vereinigte Amerikaner für die Trennung von Kirche und Staat", Rachel Laser.

Die Rolle des Christentums in der US-Politik bleibt ein Streitthema. Bei einer Erhebung des Instituts Pew Research Center Mitte Mai erklärten 52 Prozent der Befragten, konservative Christen seien zu weit gegangen beim Bemühen, ihre religiösen Werte der Regierung aufzuzwingen. 17 Prozent sagten, die USA sollten das Christentum zur Staatsreligion machen.