Verband verweist auf Risiken der Pränataldiagnostik

Kind mit Down-Syndrom wird lachend hochgehoben
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"Menschen mit Down-Syndrom führen ein glückliches Leben und möchten Teil der Gesellschaft sein", sagte Alexandra Althaus, Vorsitzende des Bundesverbandes Down-Syndrom.
Welt-Down-Syndrom-Tag
Verband verweist auf Risiken der Pränataldiagnostik
Zum Welt-Down-Syndrom-Tag weist die christliche Beratungsorganisation "donum vitae" auf mögliche Risiken vorgeburtlicher Diagnostik hin.

Viele Betroffene und ihre Familien befürchteten angesichts der Weiterentwicklung von Gentests, die im Laufe der Schwangerschaft gemacht werden, einen zunehmenden Rechtfertigungsdruck bei der Entscheidung für ein Kind mit Behinderung, warnte der Verband am Montag in Bonn.

Durch den Eindruck, die Geburt eines behinderten Kindes sei vermeidbar, stünden werdende Eltern zunehmend unter Druck, heißt es in der Mitteilung. Neben den Chancen pränataler Diagnostik, die schwangere Frau oder das ungeborene Kind bei gesundheitlicher Gefährdung zu behandeln, könnten sich aus der Behandlung auch schwerwiegende existenzielle Fragen ergeben.

"Menschen mit Down-Syndrom führen ein glückliches Leben und möchten Teil der Gesellschaft sein", sagte Alexandra Althaus, Vorsitzende des Bundesverbandes Down-Syndrom. Andere Leute sollten vermehrt mit diesen Menschen sprechen anstatt über sie. Der Welt-Down-Syndrom-Tag wirbt für die Integration von Menschen mit Trisomie 21, dem Down-Syndrom, in allen Lebensbereichen. Er wird jedes Jahr zum 21. März begangen, weil bei den Betroffenen das Chromosom 21 dreifach vorhanden ist.