Diakonie fordert jetzt auch allgemeine Impfpflicht

Diakoniechef Ulrich Lilie

©epd-bild/Norbert Neetz

Diakonie Ulrich Lilie fordert verpflichtende Corona-Impfungen für die Allgemeinheit.

Steigende Corona-Zahlen
Diakonie fordert jetzt auch allgemeine Impfpflicht
In der Debatte um verpflichtende Corona-Impfungen fordert die Diakonie nun auch eine Pflicht für die Allgemeinheit. Sie sei zum Schutz der Verletzlichsten "nun der richtige Weg", erklärte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie am Dienstag in Berlin.

Angesichts der immer dramatischeren Situation müsse der Staat jetzt seine Verpflichtung zum Schutz von Menschenleben einlösen und handeln. Lilie hatte sich noch am Montag für eine auf das Personal in bestimmten Einrichtungen begrenzte Impfpflicht ausgesprochen.

Inzwischen wird mehr und mehr auch über eine allgemeine Impfpflicht debattiert. Die Impfstoffe stünden seit Monaten in ausreichender Menge bereit, es fehle auch nicht an Aufklärung und Informationen, sagte Lilie: "Die Argumente sind ausgetauscht, jetzt ist Handeln gefragt, wenn wir nicht den Tod und das Leiden sehr vieler Menschen in Kauf nehmen wollen."

Wer geimpft werden könne und es jetzt immer noch nicht tue, schade nicht nur sich selbst, sondern stelle sein Eigeninteresse über die Gesundheit aller anderen. "Nun muss der Schutz von Leben den Vortritt bekommen", sagte der Theologe. Er unterstütze ausdrücklich die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus. Sie hatte sich am Montagabend in der ARD-Sendung "Hart aber fair" für eine Impfpflicht ausgesprochen.

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