Diakonie fordert bezahlbaren Wohnraum

Diakonie fordert bezahlbaren Wohnraum
Vor dem Treffen der Bundesregierung zur Wohnungspolitik hat die Diakonie Deutschland eine negative Bilanz gezogen und einen Kraftakt für mehr bezahlbaren Wohnraum gefordert.

Die Politik habe große Hoffnungen geweckt, die Bilanz sei aber ernüchternd, erklärte Maria Loheide vom Vorstand der Diakonie Deutschland vor dem Treffen mit Vertretern der Bundesregieung in Berlin. Selbst Normalverdiener fänden in den Ballungsräumen keine bezahlbare Wohnung mehr.

Die Corona-Pandemie verschärfe die Situation noch, erklärte Loheide. Durch Jobverlust und Kurzarbeit könnten viele Menschen die Miete nicht mehr zahlen. Zudem gebe es bundesweit immer weniger Sozialwohnungen, kritisierte Loheide. Während es Anfang der 2000er Jahre noch 2,6 Millionen Mietwohnungen mit Preisbindung gegeben habe, seien es 2019 nur noch 1,14 Millionen gewesen.

Am Dienstag zieht die Bundesregierung eine Bilanz ihrer 2018 mit einem Wohngipfel im Kanzleramt gestarteten sogenannten Wohnraumoffensive. Ziel war es, 1,5 Millionen neue Wohnungen zu schaffen und bezahlbare Mieten zu sichern. Zudem erhöhte der Bund seine Zuschüsse für den sozialen Wohnungsbau.

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