Die Geschichte von Jesu Geburt verbindet die Menschen

Paule und das Krippenspiel

© KiKA/MDR/Conny Klein/TELLUX film/CROSS MEDIA

Bei den Dreharbeiten zu "Paule und das Krippenspiel" (v.r.n.l.): Karola Hattop (Regie), Jella Haase (Frau Rübsam), Sanusi Bah (Paule), Tyron Ricketts (Paules Vater).

Die Geschichte von Jesu Geburt verbindet die Menschen
"Paule und das Krippenspiel"(KiKA und MDR) kann während der Corona-Pandemie eine Alternative zum kirchlichen Krippenspiel bieten. Kirchenpräsident Volker Jung erzählt im Interview mit KiKa.de, warum das Krippenspiel zu Weihnachten gehört und wie ihm der Film gefällt.

KiKa.de: Werden Weihnachtsgottesdienste und Krippenspiele in diesem Jahr stattfinden können?

Volker Jung: In diesem Jahr wird es voraussichtlich sehr unterschiedliche Weihnachtsgottesdienste geben: kürzere Gottesdienste mit weniger Menschen in den Kirchen. Wo es möglich ist, wird es Gottesdienste im Freien geben. Bestimmt wird es viel weniger Krippenspiele geben. Deshalb werden leider auch viel weniger Kinder in einem Krippenspiel Maria, Joseph, Hirten und Engel spielen können. Und viele Tausende Kinder mit ihren Familien werden vor Ort kein Krippenspiel sehen, weil die Nähe eine zu große Gefahr der Infektion wäre.

Warum gehört das Krippenspiel zu Weihnachten?

Volker Jung: Das Krippenspiel stellt in einem Schauspiel dar, wie Lukas die Geburt Jesu in seinem Evangelium vor etwa 2000 Jahren erzählt hat. Ein kurzes Stück über die Weihnachtsgeschichte ist ideal, um Kindern dieses Grundwissen lebendig nahezubringen und sie gleichzeitig an dem Geschehen zu beteiligen. Lukas erzählt mit der Weihnachtsgeschichte aber nicht einfach eine vergangene Geschichte. Es geht um tiefe Wahrheiten über das menschliche Leben. Deshalb ist es immer möglich eine Brücke zu dem zu schlagen, was uns heute bewegt. Wie verletzlich und gefährdet menschliches Leben ist, zeigt sich nicht nur an dem Kind in der Krippe, sondern zum Beispiel daran, dass auch heute auf der Welt Frauen, Männern und Kindern eine Unterkunft verweigert wird.

Kann "Paule und das Krippenspiel" eine Alternative zum kirchlichen Krippenspiel sein?

Volker Jung: In beinahe jeder Kirche wird das Krippenspiel neu interpretiert. Viele Gemeinden aktualisieren die Geburtsgeschichte Jesu. Deshalb ist die Sendung von MDR und KiKA eine sehr zeitgemäße Interpretation. "Paule und das Krippenspiel" schafft es nicht nur, die Aufführung eines Krippenspiels zu zeigen, sondern führt auch vor, was die Geschichte heute bedeutet. Ich finde es eine gute Idee, dass Paule – ein dunkelhäutiger Junge – den Engel spielt. Es ist ein Zeichen dafür, dass die Geschichte von Jesu Geburt Menschen unabhängig von Aussehen und Herkunft verbindet. Deshalb freue ich mich sehr, dass der MDR und der KiKA diese sehr empfehlenswerte Sendung für Heiligabend produzieren.

evangelisch.de dankt KiKa.de für die Kooperation.

"Paule und das Krippenspiel" wird an Heiligabend ausgestrahlt und ist auch online verfügbar: am 24.12. 2020 um 15.45 Uhr im KiKA, am 24.12. ab 16 Uhr im MDR und ab dem 22.12. auf kika.de und im KiKAPlayer.

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