Crowdfunding-Kampagne für Bibelspiel gestartet

Bibel-Computerspiel finanziert über Craoudfunding

©ONE of 500

Die Spieler erleben die Zeit Jesu aus der Sicht eines Fischerjungen und sollen authentisch in Kultur und Gesellschaft dieser Zeit eintauchen können und moralisch, ethisch und spirituell herausgefordert werden, wenn sie im Spiel Entscheidungen treffen.

Crowdfunding-Kampagne für Bibelspiel gestartet
Die mit einem Innovationspreis gekürte Idee des Bibel-Computerspiels soll nun endlich Realität werden. Um die erste von sechs geplanten Episoden auf den Weg zu bringen, brauchen die Entwickler ein Gesamtbudget von vier Millionen Euro. Die Schwarmspende soll einen Teilbetrag finanzieren.

Eine Crowdfunding-Kampagne für das Computerspiel "One of the 500" läuft auf der Plattform Kickstarter bis 20. Januar. Bis dahin will der Entwickler des Spiels und promovierte Theologe Amin Josua 180.000 Euro gesammelt haben, teilte seine Firma Lightword Productions mit. Damit soll die Umsetzung des ersten von fünf Kapiteln der ersten Episode finanziert werden und die Ermittlung des Marktpotenzials.

Szene aus dem geplanten Computerspiel "One of the 500".

Als Gesamtbudget rechnet Josua für die erste von sechs geplanten Episoden mit rund vier Millionen Euro. Durch die neue Gamesförderung des Bundes müsste aber im Idealfall nur etwas über die Hälfte selbst eingebracht werden. An der Vorarbeit für das Spiel, das in einer bislang einmaligen Weise die Zeit vor 2.000 Jahren erlebbar machen soll, hat sich unter anderem die Evangelische Landeskirche in Württemberg mit 300.000 Euro beteiligt. Das Projekt erhielt auch den mit 5.000 Euro dotierten Innovationspreis des Kongresses Christlicher Führungskräfte.

Spieler spirituell herausfordern

Seit zwei Jahren wirken neben Games-Spezialisten auch Experten der Universitäten in Heidelberg, Tübingen und Jerusalem - etwa der Biblische Archäologe Professor Dieter Vieweger - daran mit, dass die Spieler authentisch in Kultur und Gesellschaft der Zeit Jesu eintauchen können. Gesellschaft, politische und religiöse Akteure tauchen auf. Die Spieler erleben dies als Fischerjunge, der immer wieder mit auch heute noch aktuellen Lebensfragen konfrontiert ist, sich entscheiden muss. Das Spiel soll nicht nur historisches Wissen vermitteln, sondern die Spieler auch moralisch, ethisch und spirituell herausfordern, ganz ohne erhobenen Zeigefinger.

Die Qualität des Spiels soll auf einem weltweiten Markt bestehen können. Digitale Spiele seien eine Kommunikationsstruktur, die sehr viele Menschen nutzten und die von Kirche und Christen bislang weitestgehend brach liegengelassen werde, ist Amin Josua überzeugt. Der ehemalige Bildungsdezernent der württembergischen Landeskirche, Norbert Lurz, pflichtet ihm bei: "'One of 500' ist die Bibel übersetzt in die spezifische Sprache der Gamer und der jungen Generation."

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