"Sea-Watch 4" nimmt erste Gerettete an Bord

Die Männer befanden sich in einem kleinen Fiberglas-Boot etwa 45 Seemeilen vor der libyschen Küste.

Foto: epd/Thomas Lohnes

Die Männer befanden sich in einem kleinen Fiberglas-Boot etwa 45 Seemeilen vor der libyschen Küste.

"Sea-Watch 4" nimmt erste Gerettete an Bord
Das deutsche Rettungsschiff "Sea-Watch 4" hat am Samstag erste im Mittelmeer gerettete Migranten an Bord genommen. Wie die Organisation Sea-Watch mitteilte, waren die sieben Menschen etwa 45 Seemeilen vor der libyschen Küste in internationalen Gewässern in Seenot geraten und wurden von einem kleinen privaten Rettungsschiff, der "Louise Michel" gerettet.

Die Crew des Schiffs bat die "Sea-Watch 4" um Unterstützung. Das kleinere Schiff hatte die Menschen an Bord genommen, nachdem sich der Zustand von zwei der sieben Passagiere auf dem Glasfaserboot, mit dem sie in Seenot geraten waren, verschlechtert hatte. Ein medizinisches Team von "Ärzte ohne Grenzen" beurteilte den Angaben zufolge deren Zustand, bevor die Menschen auf die "Sea-Watch 4" gebracht wurden. Ihr Zustand sei inzwischen stabil.

Das von der Organisation Sea-Watch und "Ärzte ohne Grenzen" betriebene Schiff "Sea-Watch 4" hatte am Freitag die Zone vor der libyschen Küste erreicht. Die Crew will dort in Seenot geretteten Migranten helfen. Das frühere Forschungsschiff, das auf seiner ersten Mission als Rettungsschiff im Einsatz ist, wurde überwiegend aus kirchlichen Spenden finanziert. 

Meldungen

Top Meldung
Keine Sterbehilfe in kirchlichen Einrichtungen
In der Debatte über Sterbehilfe haben sich der ehemalige Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Peter Dabrock, und der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, gegen den assistierten Suizid in kirchlichen Einrichtungen ausgesprochen.