"Orgel des Monats" steht in Uttum

Orgel des Monats Februar 2020 in Uttum

© Arnoldius/Wikimedia

Die Orgel in der ev. reformierten Kirche in Uttum (Ostfriesland) wurde zur in Februar 2020 zur "Orgel des Monats" gekürt.

"Orgel des Monats" steht in Uttum
Authentische Renaissance-Orgel wird umfassend saniert
Die Orgel im ostfriesischen Ort Uttum bei Aurich ist die "Orgel des Monats Februar 2020" der Stiftung Orgelklang. Das Instrument ist eine der wenigen noch spielbaren Renaissance-Orgeln weltweit. Die denkmalgeschützte Orgel wurde bereits in Japan nachgebaut.

Das Instrument in der evangelisch-reformierten Kirche Uttum ist nach Angaben der Kirche um 1660 entstanden. Wer es gebaut hat, ist unbekannt. Im Unterschied zu den meisten anderen Renaissance-Orgeln sei das Werk fast vollständig original erhalten. Auch der Klang entspreche dem Klang von vor 360 Jahren, heißt es in einer Mitteilung der Stiftung Orgelklang. Dies sei vor allem einer Restaurierung im Jahr 1957 zu verdanken.

Für die aktuell anstehende Sanierung hat die Gemeinde den Angaben zufolge seit zehn Jahren Spenden gesammelt. Die Arbeiten sollen insgesamt rund 190.000 Euro kosten. Die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegründete Stiftung Orgelklang fördert die Sanierung der Orgel nach eigenen Angaben mit 3000 Euro.

Experten rühmen Klangqualität

Ein Nachbau der Uttumer Orgel an der Kwassui University im japanischen Nagasaki solle dortigen Musikstudierenden ermöglichen, alte Musik an einem "historisierenden Instrument" kennenzulernen, hieß es. "Die Orgel repräsentiert das Klangbild der niederländischen Renaissance und ist Fachleuten zufolge in ihrer Klangqualität einzigartig", erläuterte Kirchenrat Christian Janssen. Organisten aus aller Welt kämen deshalb immer wieder nach Uttum, um sie zu spielen.

Die Stiftung Orgelklang präsentiert in jedem Monat eine "Orgel des Monats". In diesem Jahr fördert sie 19 Projekte in einem Gesamtumfang von 55.500 Euro (bzw. 110.000 Euro inklusive Projektspenden). Seit 2010 hat sie 221 Förderzusagen über mehr als 1,3 Millionen Euro gegeben (1,8 Millionen Euro inklusive Projektspenden).

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