Diakoniepräsident wirbt für Jahrhundert der Kooperation

Portraitbild von Diakoniepräsident Ulrich Lilie

Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Diakoniepräsident Ulrich Lilie wünscht sich ein Jahrhundert der Kooperation.

Diakoniepräsident wirbt für Jahrhundert der Kooperation
Diakoniepräsident Ulrich Lilie plädiert dafür, den Menschen in ihren Sorgen genauer zuzuhören. Nur so seien die anstehenden tiefgreifenden Veränderungen auch sozial zu meistern.

Diakoniepräsident Ulrich Lilie wirbt für ein 21. Jahrhundert der Kooperation statt eines der Zäune und Grenzen. Es sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, dass die vielen Unerhörten im Land besser Gehör fänden. Alle müssten daran arbeiten, dass "Zusammenhalt nicht einfach nur ein Schlagwort wird", betonte Lilie.

"Unser Land steht vor grundlegenden und tiefgreifenden Herausforderungen", sagte der Präsident der Diakonie Deutschland. Dazu zählten eine heterogener werdende Gesellschaft, soziale Ungleichheit, der demografische Wandel und die Digitalisierung.

Trotz guter wirtschaftlicher Zahlen zeige sich Unzufriedenheit, viele Wähler liefen Vereinfachern und Rechtspopulisten hinterher, erklärte Lilie. Der Präsident des evangelischen Wohlfahrtsverbandes plädierte dafür, die Vereinfacher als "unfreiwillige Wegweiser" zu nutzen. Das könne helfen, besorgten Bürgern genauer zuzuhören, die die radikalen Veränderungen als Krisen empfänden und die Vorteile der Demokratie und der sozialen Marktwirtschaft nicht mehr für sich wahrnähmen.

"Digitalisierung ist nicht nur eine technische, sondern auch eine soziale Herausforderung", sagte der Diakoniepräsident. Die Bundesagentur für Arbeit müsse zu einer Bundesagentur für Qualifikation werden. Zeiten der Beschäftigungslosigkeit müssten zu Zeiten der Qualifizierung werden. Es gehe darum zu verhindern, dass Bildungsverlierer vom Arbeitsmarkt abgehängt werden.

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