Bilanz: Mehr Besucher als erwartet beim Kirchentag

Der Dortmunder U-Turm.

©Friedrich Stark

Die Kirchentagslosung grüßt vom U-Turm in Dortmund herab.

Bilanz: Mehr Besucher als erwartet beim Kirchentag
Mehr Menschen als erwartet haben den 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund besucht. Das teilten die Veranstalter am Samstag, einen Tag vor Abschluss des Protestantentreffens, auf der Bilanz-Pressekonferenz mit.
Deutschland spricht 2019

121.000 Menschen kamen demnach seit Mittwoch zum Kirchentag, rund 80.000 Dauerteilnehmer und 41.000 Tagesgäste. Das anhaltend schöne Wetter habe dem Kirchentag genutzt, sagte Stephan Menzel aus dem Präsidium des Kirchentags. Ursprünglich hatten die Veranstalter mit 118.000 Teilnehmern gerechnet.

"Der Kirchentag bringt unterschiedliche Menschen aus unterschiedlichen Milieus zusammen", sagte Kirchentagspräsident Hans Leyendecker. Er sei sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. Leyendecker lobte das fröhliche und freundliche Kirchentagspublikum. Die Generalsekretärin des Kirchentags, Julia Helmke, betonte, der Kirchentag habe immer noch Bindungskraft.

Die Präses der gastgebenden westfälischen Landeskirche, Annette Kurschus, verteidigte erneut den Ausschluss der AfD vom Kirchentag. "Das war genau die richtige Entscheidung", sagte sie. Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) sprach von einer "fürsoglichen Maßnahme". "Die AfD hätte sich hier überhaupt nicht wohlgefühlt", sagte er. Er sei froh, dass der Kirchentag in Dortmund stattgefunden habe, er habe ihn als sehr positive Veranstaltung erlebt.

Der Kirchentag endet am Sonntag mit einem zentralen Abschlussgottesdienst im Westfalenstadion. Ein familienfreundlicher Gottesdienst findet vor der Seebühne im Westfalenpark statt. Zu beiden Gottesdiensten werden insgesamt 100.000 Menschen erwartet.

Meldungen

Top Meldung
Lutherhaus Eisenach
Das "Entjudungsinstitut", das vor 80 Jahren auf der Wartburg gegründet wurde, sollte die evangelische Kirche an die nationalsozialistische Rassenideologie anpassen: Aus der Bibel verschwanden hebräische Texte, aus dem Gesangbuch jüdische Begriffe.