Sea-Eye und Sea-Watch gründen Initiative "Kirche rettet"

Das Suchflugzeug "Moonbird"

©epd-bild/Sea-Watch/HP

Die EKD unterstützt das Suchflugzeug "Moonbird" mit 100.000 Euro.

Sea-Eye und Sea-Watch gründen Initiative "Kirche rettet"
Die Hilfsorganisationen Sea-Eye und Sea-Watch haben die Initiative "Kirche rettet" ins Leben gerufen.
Deutschland spricht 2019

Sie wollten damit den Kirchen in Deutschland für ihre Unterstützung danken und das Engagement sichtbar machen, teilte Sea-Eye am Mittwoch in Regensburg mit. Insgesamt habe Sea-Eye in diesem Jahr bereits 190.000 Euro aus dem Raum der deutschen Kirchen erhalten. "Ohne die verschiedenen Kirchen wären in diesem Jahr keine Rettungseinsätze möglich gewesen", betonte Sea-Eye-Vorsitzender Gorden Isler laut Mitteilung. "Würden europäische Regierungen die Menschenrechte genauso ernst nehmen wie Kirche die Botschaft der Bibel, wären wir vermutlich überflüssig."

Die christlichen Kirchen in Deutschland seien ein wichtiger Bündnispartner für beide Hilfsorganisationen geworden. Sie würden sich "klar und unmissverständlich" zu den zivilen Seenotrettern bekennen und unterstützten auch die Suchflugzeuge und Rettungsschiffe finanziell. Die Spenden aus der gemeinsamen Kampagne kommen laut Angaben insgesamt vier Hilfsorganisationen zu Gute. Dazu gehören neben den Initiatoren auch AlarmPhone und Solidarity at Sea.

Im Einzelnen führten die Hilfsorganisationen die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) an, die das Suchflugzeug "Moonbird" mit 100.000 Euro unterstützt habe. "Mehr als 1.000 Menschen wären mit Sicherheit tot, hätte unser Flugzeug sie nicht in letzter Sekunde entdeckt", erklärte Sea-Watch-Vorsitzender Johannes Bayer. Die Diözese München-Freising habe die Einsätze des Rettungsschiffs "Alan Kurdi" von Sea-Eye im Januar mit 50.000 Euro unterstützt, das Mennonitische Hilfswerk die Organisation Sea-Eye in den letzten beiden Jahren mit mehr als 50.000 Euro gefördert.

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