Papst besucht in Marokko Muslime und Migranten

Papst besucht in Marokko Muslime und Migranten
Papst Franziskus ist am Samstag zu einem zweitägigen Besuch nach Marokko aufgebrochen. Im Mittelpunkt der Visite stehen der Dialog mit Muslimen und eine Begegnung mit Flüchtlingen. Er komme als Pilger des Friedens und der Brüderlichkeit, schrieb Franziskus vor seinem Abflug in einer Twitter-Botschaft an die Marokkaner. "Wir Christen und Muslime glauben an Gott, der die Menschen geschaffen hat, damit sie wie Brüder und Schwestern leben, die sich in ihrer Verschiedenheit achten und anderen helfen."

Ziel der Reise ist es, die Bemühungen des marokkanischen Königshauses um einen moderaten Islam zu unterstützen. Zu diesem Zweck will Franziskus am Samstag in der Hauptstadt Rabat eine Imamschule besuchen, in der auch Religionsgelehrte aus anderen Ländern ausgebildet werden. Franziskus wollte am Samstagabend zudem in einer Caritas-Einrichtung mit Migranten zusammentreffen. Von dem nordafrikanischen Land aus versuchen viele Migranten, über das Mittelmeer nach Spanien zu gelangen.

Am Sonntag wird Franziskus bei einem ökumenischen Treffen eine Rede vor Kirchenvertretern halten. Zum Abschluss will er im Prince-Moulay-Abdellah-Stadion eine Messe feiern. Die Mehrheit der laut Vatikan 23.000 Katholiken in Marokko sind Migranten.

Anlass der Reise ist das 800. Jubiläum der Begegnung zwischen Franz von Assisi 1181/82-1226) und Sultan Al-Kamil Muhammad al-Malik (um 1180-1238) in Ägypten. Marokko war zuletzt 1985 Ziel einer Papstreise, als Johannes Paul II. (1920-2005) auf der Rückreise von einem Besuch in mehreren afrikanischen Ländern dort Station machte, um auf Einladung des damaligen Königs im Stadion vor 80.000 Muslimen eine Rede zu halten.

Franziskus besuchte zuletzt im Februar mit den Vereinigten Arabischen Emiraten ein muslimisch geprägtes Land. Dabei unterzeichnete er mit dem Rektor der Al-Azhar-Universität, Ahman Mohammad al-Tayyeb, der wichtigsten sunnitischen Autorität, ein Dokument zur Geschwisterlichkeit.

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