Bremen weiht Erinnerungsort für Gladbeck-Opfer ein

Bremen weiht Erinnerungsort für Gladbeck-Opfer ein
In Bremen ist am Samstag ein Erinnerungsort für die Opfer der Geiselnahme von Gladbeck vor mehr als 30 Jahren eingeweiht worden. Die Gedenkstele aus Granit steht auf einem Grünstreifen an der Haltestelle Huckelriede, wo die dramatische Fahrt des entführten Busses der Linie 53 damals begann.

Eine Bronzeplatte trägt die Inschrift: "Im Gedenken an die Opfer der Geiselnahme von Gladbeck vom 16. bis 18. August 1988", wie der Bremer Senat mitteilte. Dann folgen die Namen der erschossenen Businsassen Silke Bischoff und Emanuele de Giorgi sowie des Polizisten Ingo Hagen, der ums Leben kam. Neben die Stele wurde ein Ginko-Baum gepflanzt.

Nach einem Banküberfall im Gladbecker Stadtteil Rentfort-Nord nahmen Dieter Degowski und Hans-Jürgen Rösner am 16. August 1988 Geiseln. Sie flüchteten mit ihnen durch Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachsen sowie die Niederlande. Der Polizist kam bei der Verfolgungsjagd ums Leben. In Bremen hatten die Geiselnehmer im Ortsteil Huckelriede einen Linienbus mit 32 Passagieren in ihre Gewalt gebracht. Unter ihnen waren auch Silke Bischoff und Emanuele De Giorgi.

Der Bremer Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) sagte bei der Gedenkveranstaltung, aus heutiger Sicht seien im Zusammenhang mit der Geiselnahme viele Fehler gemacht worden, besonders im Umgang mit den Betroffenen und Hinterbliebenen. "Sie wurden allein gelassen mit ihrem Schmerz, mit ihrer Trauer, oft auch mit ihrer Wut und ihrem Zorn."

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