Bayerische Landeskirche will Agentur für Lebensbegleitung gründen

Fragen zu Hochzeit, Taufe, Beerdigung in Bayrischer Landeskirche

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Spezielle Ansprechpartner für Kasualien in der bayrischen Landeskirche sollen die Pfarrämter entlasten.

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Bayerische Landeskirche will Agentur für Lebensbegleitung gründen
Die bayerische Landeskirche will Menschen an ihren Lebensübergängen stärker begleiten. Dazu werden zwei Fachstellen neu geschaffen, die als Ansprechpartner für Kasualien dienen und die Pfarrämter entlasten sollen.

Mit insgesamt 3,25 Millionen Euro sollen die Angebote rund um Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Beerdigungen bayernweit gefördert werden, wie die in Lindau tagende Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern beschlossen hat. Durch die Konzeption einer Art Agentur für Lebensbegleitung will sich die Kirche auch als moderner Dienstleister präsentieren.

Mit 1,8 Millionen Euro sollen zwei Fachstellen für Lebensbegleitung eingerichtet werden: eine für Nord- und eine für Südbayern. Diese sollen Menschen zu kirchlicher Begleitung an Lebensübergängen informieren, zur Gestaltung von Kasualien - kirchlichen Amtshandlungen aus besonderen Anlässen im Leben - beraten und bei Sonderwünschen unterstützen, etwa wenn Trauungen an besonderen Orten stattfinden sollen.

Alternative zu privaten Anbietern

Laut Beschluss sollen sie durch gute Erreichbarkeit die Pfarrämter entlasten und für kirchliche Lebensbegleitung werben. Die Kirche hofft damit, die Chancen der Kasualien in einer sich wandelnden Gesellschaft zu stärken und in der wachsenden Konkurrenz zu privaten Anbietern wie etwa Trauerrednern zu bestehen. Mit den übrigen 1,45 Millionen Euro sollen die Angebote kirchlicher Lebensbegleitung in der Fläche gestärkt werden. Zu den Maßnahmen, die unterstützt werden können, gehören etwa die Organisation von Tauffesten, die Ausgestaltung der Konfirmandenzeit oder der Umgang mit veränderten Wünschen zur Bestattungskultur.

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