Weltkirchenrats-Treffen in Karlsruhe soll zum Frieden stiften ermutigen

Pressekonferenz in Karlsruhe zur ÖRK-Vollversammlung im September 2021 in Karlsruhe.

© ARTIS/Uli Deck/ARTIS

Der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, Olav Fykse Tveit, EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber und Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh aus Karlsruhe bei der Pressekonferenz.

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Weltkirchenrats-Treffen in Karlsruhe soll zum Frieden stiften ermutigen
Zur Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) im September 2021 in Karlsruhe werden rund 850 Delegierte und 3.000 Gäste aus aller Welt erwartet.

Die einwöchige Versammlung unter dem Motto "Die Liebe Christi bewegt die Welt zu Versöhnung und Einheit" solle ein Ort des Zusammenhalts, der Kontaktpflege, des Zuhörens und der Ermutigung sein, sagte der Generalsekretär des Weltkirchenrats, Olav Fykse Tveit, in Karlsruhe. "Wir wollen Kirchen in aller Welt dabei unterstützen, Friedensstifter zu sein", sagte Tveit. Die Kirchen wollten den "Pilgerweg des Friedens und der Gerechtigkeit" gemeinsam gehen. Das sei besonders wichtig in einer Zeit, in der die Demokratien weltweit "herausgefordert seien".

Verbinden und Versöhnen

Die Versammlung der Kirchen der Welt werde auch prominente Gäste "aus der ersten Reihe der Weltpolitik" haben, kündigte EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber an. Konkrete Namen nannte sie nicht. Sie bezeichnete Karlsruhe als einen symbolträchtigen Ort. Die grenzübergreifende Verbindung der Menschen und der Kirchen über den Rhein nach Frankreich zeige auf, wie Spaltungen heute überwunden werden können. "Es gibt kaum etwas Wichtigeres als Versöhnung, was die Welt heute braucht", sagte Bosse-Huber.

Der badische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh bezeichnete die Zusammenkunft als "große Chance" für die Ökumene, die bislang noch zu wenig genutzt werde. Das Treffen könne aufzeigen wie "Frieden funktioniert und Gerechtigkeit wachsen kann". Die Vollversammlung ist das höchste Beschlussgremium des Dachverbandes und tritt etwa alle acht Jahre zusammen, zuletzt 2006 im brasilianischen Porto Alegre und 2013 im südkoreanischen Busan. In Karlsruhe soll es neben Arbeitssitzungen im Plenum auch Gebete, Bibelgruppen, ökumenische Gespräche sowie Treffen nach Regionen und Glaubensgemeinschaften geben.

Im Ökumenischen Rat der Kirchen sind 350 Kirchen mit rund 560 Millionen Gläubigen zusammengeschlossen. Dem Weltkirchenrat gehören protestantische, anglikanische, orthodoxe und altkatholische Kirchen sowie Freikirchen an. Die römisch-katholische Kirche ist nicht Mitglied, arbeitet jedoch seit Ende der 1960er Jahre in wichtigen Gremien mit.

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