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Iran
Wie die Geschichte des Islam den Krieg in Nahost beeinflusst
In den vergangenen Tagen habe ich viele Gespräche über den aktuellen Krieg im Nahen Osten geführt. Dabei fiel mir auf, wie oft Menschen sagen, sie steckten in einem moralischen Dilemma. Einige argumentieren: Iran habe niemanden direkt angegriffen, deshalb sei ein präventiver Militärschlag Israels oder der USA völkerrechtlich kaum zu rechtfertigen. Das klingt zunächst plausibel.
Doch sobald man eine andere Frage stellt, wird es komplizierter: Was ist mit den vielen Demonstranten im Iran, die das Regime getötet hat? Was mit den Frauen, die wegen eines angeblich falsch sitzenden Kopftuchs misshandelt, verhaftet, gefoltert und in manchen Fällen getötet wurden? Was mit den Drohungen Irans, Israel vernichten zu wollen? Dann wird die Antwort oft leiser. "Ja, das stimmt alles. Aber dennoch rechtfertigt es keinen Krieg."

