Diakonie-Chef Lilie: Kirche und Diakonie müssen sich neu erfinden

Ulrich Lilie

Foto: epd-bild/Jürgen Blume

Laut dem Diakoniepräsident Ulrich Lilie müssen Diakonie und Kirche umdenken und sich neu erfinden.

Diakonie-Chef Lilie: Kirche und Diakonie müssen sich neu erfinden
Diakonie und Kirche müssen nach Ansicht von Diakoniepräsident Ulrich Lilie umdenken und sich neu erfinden. Mit Blick auf die Digitalisierung und eine zunehmende soziale Ungleichheit müssten sie ihrerseits Netzwerke bilden, sagte Lilie am Dienstag bei einem bundesweiten Fachtag in Frankfurt am Main. Dort diskutierten Experten aus Kirche, Politik und Wissenschaft über die Zusammenarbeit von Kirchen, Kommunen und Diakonie.
Deutschland spricht 2019

Der für sozial- und gesellschaftspolitische Fragen zuständige Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Ralph Charbonnier, sagte, Kirche und Diakonie steckten oftmals noch in Strukturen des 19. Jahrhunderts. Lilie erläuterte, es gehe darum, dialogfähig zu bleiben und "eine neue Sprache zu finden".

Als Beispiel für die Vernetzung von Kirchen, Diakonie und Kommunen gilt das Projekt "DRIN" (Dabeisein, Räume entdecken, Initiativwerden, Nachbarschaft leben) der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Dabei können Kirchengemeinden, Dekanate und regionale Diakonische Werke gemeinsam mit anderen Akteuren vor Ort konkrete Hilfsmaßnahmen entwickeln. Die Initiative soll etwa Arbeitslosen mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Die Synode der Landeskirche hatte für das Projekt im Mai 2014 drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

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