Missio sammelt für afrikanische Priester in Krisenregionen

Missio sammelt für afrikanische Priester in Krisenregionen
Das katholische Missionswerk Missio sammelt Anfang kommenden Jahres für die Ausbildung und Arbeit einheimischer Priester in den afrikanischen Krisenregionen. Zwischen dem 1. und 13. Januar bitten die 19 deutschen Erzbistümer und Bistümer unter dem Motto "Damit sie das Leben haben" um Spenden zum Afrikatag 2019, wie Missio Aachen am Donnerstag mitteilte. Der Afrikatag wird am 6. Januar begangen. Die diesjährige Kollekte erbrachte den Angaben zufolge knapp 1,2 Millionen Euro.

"Katholische Priester bringen in die ärmsten, von Flucht, Gewalt und Krieg betroffenen Regionen Afrikas Hoffnung", erklärte der Präsident von Missio Aachen, Klaus Krämer. "Um dort den Menschen zu helfen, brauchen sie eine umfassende Vorbereitung auf diese schwierige Aufgabe."

Als Beispiel für alle afrikanischen Priester im Kriseneinsatz steht beim Afrikatag 2019 der äthiopische Pfarrer Tesfaye Petros. Er lebt in der Region Gambella im Südwesten Äthiopiens. Sie gehört den Angaben zufolge zu einer der gefährlichsten und ärmsten Provinzen des Landes. 


Ganz bewusst habe sich der Priester für den Einsatz in dieser von seiner Heimat weit entfernten Krisenregion entschieden, hieß es. Er wolle dort für die Menschen da sein, deren Leben von Flucht, Armut und Gewalt geprägt sei. Dabei kümmere er sich auch um Zehntausende Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Südsudan, die in Gambella Zuflucht gefunden hätten.

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