Meteorologe Sven Plöger: "Man muss auch sterben dürfen"

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Bild: unsplash/Sharon Mccutcheon

(Symbolbild)

Der Meteorologe Sven Plöger fürchtet sich nicht vor dem Tod. "Er gehört dazu, irgendwann ist dein Leben zu Ende", sagte der 51-Jährige dem evangelischen Magazin "chrismon". "Zellteilung geht eben nicht immer weiter." Angst habe er eher davor, "dass dieser Tod vielleicht viel zu früh kommt, dass ich eine Krankheit erleide, die mich ans Bett fesselt oder durch die ich im Wachkoma liege und alles mitbekomme".

Deswegen müsse geklärt sein, dass ein Mensch seines Vertrauens im schlimmsten Fall die Geräte abschalten lassen dürfe, sagte der Wettermoderator und Autor in einer "chrismon"-Sonderausgabe zur 60. Spendenaktion des evangelischen Hilfswerks "Brot für die Welt": "Man muss auch sterben dürfen." Wenn in seinem Umfeld jemand einen Unfall habe oder eine schwere Krankheit bekomme, "sagen meine Frau und ich uns immer: Lass uns die wichtigen Dinge nicht verschieben!", sagte Plöger, der sich seit 2010 für "Brot für die Welt" engagiert.

Das 32-seitige "chrismon spezial" zu "Brot für die Welt" liegt ab dem 27. November in einer Auflage von 6,7 Millionen Exemplaren bundesweit mehr als 80 Tages- und Sonntagszeitungen bei. Weitere Exemplare werden in Kirchengemeinden verteilt. Das Heft erscheint in fünf Regionalausgaben. Die 60. Spendenaktion von "Brot für die Welt" wird am ersten Advent (2. Dezember) in Stuttgart eröffnet.


Mit seinen regulären Ausgaben liegt "chrismon" monatlich in einer Auflage von 1,6 Millionen Exemplaren großen deutschen Tages- und Wochenzeitungen bei. Verlegt wird "chrismon" vom Hansischen Druck- und Verlagshaus (HDV), einer 100-prozentigen Tochter des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP). Die zentrale Medieneinrichtung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) trägt unter anderem die Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd), die Rundfunkarbeit der EKD und das Onlineportal "evangelisch.de".