Verbände fordern wirksame Bekämpfung von Kinderarmut

Ein Mann mit einem Kind auf dem Arm und einem an der Hand wirft einen Schatten auf eine mit bunten Handabdrücken bemalte Wand einer Kindertagesstätte.

©Peter Kneffel/dpa

Das "Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Kinderarmut" in Deutschland isti nicht ausreichend.

Verbände fordern wirksame Bekämpfung von Kinderarmut
Die Nationale Armutskonferenz fordert stärkere Maßnahmen gegen Kinderarmut. Das Bündnis rief die Bundesregierung am Mittwoch in Berlin auf, "mit großer Priorität wirksam und zielgerichtet die Armut von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien zu bekämpfen". In Deutschland lebten gut drei Millionen Mädchen und Jungen und damit mehr als jedes fünfte Kind in Armut.

Erhöhungen des Kindergeldes kämen bei armen Familien nicht an, da sie auf andere Leistungen wie das Arbeitslosengeld II oder den Unterhaltsvorschuss angerechnet werden. Das von der Bundesregierung im Koalitionsvertrag vereinbarte "Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Kinderarmut" sei nicht ausreichend. Die Reformen griffen zu kurz und seien finanziell nicht ausreichend ausgestattet.



Die Verbände fordern eine grundlegende Reform der Familienförderung. "Bisher bekommen nicht die ärmsten Familien die stärkste Hilfe. Ein undurchschaubares Dickicht aus Kindergeld, Kinderfreibetrag, Basiselterngeld, Kinderregelsatz, Kinderzuschlag und Unterhaltsvorschuss sorgt dafür, dass gerade in Armut lebende Familien ihre sozialen Rechte nicht durchsetzen können", erklärte die Nationale Armutskonferenz.

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