Theologin Breit-Keßler wirbt als Textilbotschafterin für faire Kleidung

Die Münchner Regionalbischoefin Susanne Breit-Keßler ist nach "Germanys Next Topmodel"-Kandidatin Barbara Meier die zweite Textilbotschafterin.

© epd-bild/Norbert Neetz

Die Münchner Regionalbischoefin Susanne Breit-Keßler ist neben "Germanys Next Topmodel"-Kandidatin Barbara Meier die zweite "Botschafterin des Grünen Knopfs".

Theologin Breit-Keßler wirbt als Textilbotschafterin für faire Kleidung
Am Dienstag wird die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler bei einer Tagung in Berlin von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller zur "Botschafterin des Grünen Knopfs" ernannt. Als Textilbotschafterin will sie für nachhaltig und fair produzierte Kleidung werben.

"Meine Eleganz soll keine Menschen krank machen", sagte die Regionalbischöfin, die nach "Germanys Next Topmodel"-Kandidatin Barbara Meier die zweite Textilbotschafterin ist. Der "Grüne Knopf" solle als zuverlässiges Siegel den Verbrauchern künftig die Auswahl fair produzierter Kleidung erleichtern. Fair sei ein Kleidungsstück, "wenn die Näherinnen einen sicheren Arbeitsplatz und gerechte Arbeitsverträge haben, wenn sie krankenversichert sind und bei ihrer Arbeit nicht mit Pestiziden verseucht werden", sagte Breit-Keßler. Sie warb dafür, lieber ein qualitativ hochwertiges Kleidungsstück zu kaufen, statt schnelllebige Modetrends mitzumachen. "Schönes ist immer schön", sagte die Theologin. Sie trage viele Stücke zehn Jahre oder länger. 

Dass im "Bündnis für nachhaltige Textilien" neben Fair-Trade-Pionieren auch Klamotten-Discounter wie H&M oder Primark Mitglied seien, begrüßte die künftige Botschafterin. "Es geht darum, möglichst alle Hersteller für das Bündnis zu gewinnen, damit sie künftig nur noch faire Textilien verkaufen", sagte Breit-Keßler. Bis alle Bündnismitglieder zu 100 Prozent nachhaltig arbeiteten, sei es noch ein weiter Weg: "Aber man muss damit anfangen, sonst passiert gar nichts."



Der Grüne Knopf soll 2019 als Verbrauchersiegel in der Textilbranche eingeführt werden. Er ist verknüpft mit der Arbeit des "Bündnis für nachhaltige Textilien", das in Deutschland 2014 als Reaktion auf den Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Savar/Bangladesch gegründet wurde. Dem Bündnis gehören mittlerweile 130 Unternehmen an, die jährlich in sogenannten "Roadmaps" ihre Fortschritte dokumentieren müssen. Am Dienstag findet die vierte Mitgliederversammlung des Bündnisses in Berlin statt. 

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