Initiative will Protest gegen Braunkohletagebau fortsetzen

Ende Gelände-Banner zwischen zwei Bäumen im Hambacher Forst

Foto: Ina Fassbender/dpa

Ein Banner "Ende Gelände! Kohleausstieg jetzt!" hängt zwischen zwei Bäumen im Hambacher Forst.

Mit zivilem Ungehorsam will die Initiative "Ende Gelände" ihren Protest gegen den Braunkohletagebau Hambach fortsetzen. Am letzten Samstag im Oktober planten die Aktivisten, auf das Gelände vorzudringen, um den Abbau zu blockieren, sagte Sprecherin Kathrin Henneberger dem Evangelischen Pressedienst (epd). Man rechne mit weit über 1.000 Teilnehmern aus Deutschland und Nachbarstaaten.

In den vergangenen Jahren hatte "Ende Gelände" mehrfach solche Protestaktionen organisiert, zuletzt Anfang November 2017 aus Anlass der Weltklimakonferenz in Bonn. Die Polizei sprach damals von 2.500, die Veranstalter von 4.500 Teilnehmern.

Die Polizei bereite sich auf einen Großeinsatz vor, heißt aus der Polizeibehörde in Aachen. Ein Sprecher betonte, dass eine vollkommene Absperrung des Geländes nicht möglich sein werde. Man könne bei einer über 30 Kilometer langen Abbruchkante keine geschlossene Polizeikette bilden. Bei der Aktion, die bereits angemeldet sei, handele es sich nicht nur um ein widerrechtliches Vorgehen, sondern die Demonstranten würden sich auch selbst großer Gefahr angesichts der Geländebedingungen aussetzen. Der Konzern RWE als Betreiber des Tagebaus hat nach eigener Auskunft noch nicht entschieden, wie hoch die Zahl eigener Sicherheitskräfte während der Aktion sein wird.



"Ende Gelände" halte an weiteren Protesten fest, weil der Rodungsstopp für den Hambacher Wald noch nicht endgültig sei, sagte Henneberger. Um den Ausstoß der schädlichen Treibhausgase zu erreichen, sei ein Kohleausstieg dringend notwendig.