Bischofswahl in der Nordkirche

Der Schweriner Landesbischof Gerhard Ulrich

Foto: epd-bild/Paolo Galosi

Am Wochennede wird ein Nachfolger gewähltfür Landesbischof Gerhard Ulrich, der Anfang April 2019 in den Ruhestand tritt.

Bischofswahl in der Nordkirche
Bischofswahl in der evangelischen Nordkirche: Die 156 Mitglieder der Landessynode entscheiden am Donnerstag im Lübecker Dom über die Nachfolge von Landesbischof Gerhard Ulrich (67), der Anfang April 2019 in den Ruhestand tritt.
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Für das Bischofsamt kandidieren Regionalbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt (54) aus Meiningen (Thüringen) und Propst Karl-Heinrich Melzer (60) aus Hamburg.

Kühnbaum-Schmidt ist seit 2013 Regionalbischöfin für den Propstsprengel Meiningen-Suhl. Die gebürtige Braunschweigerin wurde 2015 in die Leitung der Vereinigten Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) gewählt. Die Theologin ist Sprecherin von Rundfunkandachten beim MDR.  

Der promovierte Theologe Melzer ist seit 2009 Propst im Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein. Der gebürtige Kieler wurde 1999 zum Propst im ehemaligen Hamburger Kirchenkreis Niendorf gewählt. Er ist Vertreter der Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs und Vorsitzender des Kirchenkreisverbandes Hamburg.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern und gehört mit mehr als zwei Millionen Gemeindegliedern zu den sechs größten Landeskirchen in Deutschland. Flächenmäßig ist sie die zweitgrößte. Zur Nordkirche gehören etwa 1.000 Kirchengemeinden mit fast 1.900 Kirchen und Kapellen. Sitz des Landesbischofs ist Schwerin.

Gewählt wird im Lübecker Dom, die Wahl soll um 17.30 Uhr beginnen.

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