"Brot für die Welt" begrüßt Interesse von Unternehmen an Afrika

Ruben Murerwas im Bananengarten in Kenia, was vom "Projekt Wasserversorgung" von Brot für die Welt unterstützt wird.

Jörg Böthling / Brot für dieWelt

Ruben Murerwas im Bananengarten in Kenia, was vom "Projekt Wasserversorgung" von "Brot für die Welt "unterstützt wird. Jedoch warnt die Hilfsorganisation vor Investoren, die mit viel Auslandskapital mehr Arbeitsplätze in der Landwirtschaft zerstören als unterstützen.

"Brot für die Welt" begrüßt Interesse von Unternehmen an Afrika
Das evangelische Hilfswerk "Brot für die Welt" begrüßt das wachsende Engagement deutscher Unternehmen in Afrika.

"Für die Menschen dort ist es zweitrangig, woher das Unternehmen kommt", sagte Reinhard Palm, Leiter der Abteilung Afrika von "Brot für die Welt" der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag). Wichtig sei, dass es sich langfristig engagieren wolle und die Arbeitsplätze sicher sowie anständig bezahlt seien. 

Es komme darauf an, dass deutsche Firmen die wirtschaftliche Entwicklung in Afrika stärkten und nicht schwächten. "Das heißt zum Beispiel, dass sich die Firmen in der lokalen Produktion und insbesondere der Weiterverarbeitung von landwirtschaftlichen Gütern engagieren", sagte Palm. Zugleich warnte er: "Afrika braucht keine Investoren, die mit viel Auslandskapital am Ende mehr Arbeitsplätze in der Landwirtschaft oder im informellen Sektor zerstören als sie neu errichten. Das sehen wir leider viel zu oft."

Laut dem Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft wollen deutsche Unternehmen im laufenden Jahr in Afrika Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro tätigen. Damit würde der Investitionsbestand in nur einem Jahr um mehr als zehn Prozent steigen.