Gedenkstätte Deutscher Widerstand würdigt Elisabeth Schmitz

Die Widerstandskämpferin sElisabeth Schmitz tarb am 10. September 1977 in Offenbach am Main.

Foto: Gedenktafel Elisabeth Schmitz Hanau 02.jpg|Gedenktafel Elisabeth Schmitz Hanau 02/Wikipedia

Portrait auf der Gedenktafel am Geburtshaus von Elisabeth Schmitz in Hanau.

Zum 125. Geburtstag der NS-Widerstandskämpferin Elisabeth Schmitz am 23. August hat die Gedenkstätte Deutscher Widerstand die Berliner Studienrätin gewürdigt. Die gebürtige Hanauerin, die nach 1933 zur regimekritischen evangelischen Bekennenden Kirche gehörte, habe mit ihrer Denkschrift "Zur Lage der deutschen Nichtarier" Mitte der 30er Jahre die Kirche aufgefordert, öffentlich gegen die Judenverfolgung Stellung zu beziehen, erklärte die Gedenkstätte in Berlin.

Ihre eindringliche Schrift sei jedoch von den kirchlichen Leitungsgremien unbeachtet geblieben, betonte die Gedenkstätte. Weil sich Elisabeth Schmitz (1893-1977) weigerte, im nationalsozialistischen Sinne zu unterrichten, sei sie 1939 in den vorzeitigen Ruhestand gegangen. Nach Beginn der Massendeportationen unterstützte sie versteckt lebende Juden.

Obwohl die promovierte Historikerin zur Zeit des Nationalsozialismus ihre Stimme erhoben habe, sei sie auch nach 1945 "lange unsichtbar geblieben", betonte die Gedenkstätte. Elisabeth Schmitz hat zwischen 1923 und 1938 an verschiedenen Berliner Schulen unterrichtet, zuletzt im Stadtteil Lankwitz. 1943 verließ sie Berlin und ging zurück nach Hanau, nach Kriegsende und Befreiung arbeitete sie wieder als Lehrerin.



Die Widerstandskämpferin starb am 10. September 1977 in Offenbach am Main. 2011 wurde Elisabeth Schmitz posthum von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem als "Gerechte unter den Völkern" geehrt.

Lesen Sie dazu auch einen Artikel über Elisabeth Schmitz bei chrismon.