Frösche durch Pilz gefährdet

Die Umweltorganisation "Rettet den Regenwald" hat vor einem weltweiten Sterben von Fröschen, Lurchen und Salamander durch einen tödlichen Pilz gewarnt.

Er infiziere die Haut der Tiere, hemme die Hautatmung und störe den Stoffwechsel, erklärte die Organisation am Sonntag in Hamburg. Viele Amphibien würden daran zugrunde gehen. Von den 7.800 bekannten Arten seien mindestens 120 bereits ausgerottet.

Der Erreger habe sich von Asien ausgehend auch in Europa eingenistet, hieß es. Gefördert werde die Ausbreitung durch den internationalen Amphibienhandel. Für die Liebhaber von Froschschenkeln und die Freunde von Terrarien würden "Tausende Tonnen Amphibien über Grenzen und Ozeane hinweg" transportiert.



Besonders bedroht sei der Feuersalamander, so die Umweltorganisation. In Holland habe der Pilz bereits zu einem Massensterben geführt, in Deutschland breite er sich rasant aus. Es sei zu befürchten, dass der Erreger auch über den Atlantik nach Nordamerika eindringe.