Architekt Libeskind besucht Felix-Nussbaum-Haus

Daniel Libeskind

Foto: epd-bild/Uwe Lewandowski

Architekt Daniel Libeskind besucht das Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück.

Architekt Libeskind besucht Felix-Nussbaum-Haus
Der New Yorker Star-Architekt Daniel Libeskind hat am Sonntag in Osnabrück die Feierlichkeiten anlässlich des 20-jähriges Bestehens des Felix-Nussbaum-Hauses eröffnet. Das Museum mit Werken des jüdischen Malers Felix Nussbaum (1904-1944) ist das weltweit erste Gebäude, das nach den Entwürfen Libeskinds fertiggestellt wurde. Unter seinen Gebäuden liege es ihm am meisten am Herzen, sagte Libeskind.

Das Museum wurde 1998 in Nussbaums Geburtsstadt Osnabrück eröffnet. Es beherbergt rund 200 Gemälde des Künstlers, der von den Nationalsozialisten in Auschwitz ermordet wurde. Libeskind war gemeinsam mit seiner Ehefrau Nina nach Osnabrück gekommen. Zusammen mit Museumsdirektor Nils-Arne Kässens erlebte das Ehepaar bei einem Rundgang das Haus einer Sprecherin zufolge in besonderer Atmosphäre. Um die Baukunst in den Mittelpunkt zu stellen, sind die Bilder Nussbaums vorübergehend abgehängt und eingelagert worden. Verteilt in den leeren Räumen spielte das Orchester "Ensemble Horizonte".



Künstler aus der Region sollen nach Museumsangaben von Montag an für 20 Tage die Räume mit ihren Assoziationen zum Thema Architektur gestalten, unter anderem mit Musik, Theater, Lesungen und der Installation von Kunstwerken. Die Gemälde Nussbaums sollen während dieser Zeit in einer digitalen Straßengalerie zu sehen sein. In der Innenstadt sind Stelen mit QR-Codes aufgestellt, die sich mit Smartphone auslesen lassen.

Libeskind hatte den 1994 von der Stadt ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen. Die Grundzüge des von ihm als "Museum ohne Ausgang" konzipierten Gebäudes aus Beton, Stahl und Holz korrespondieren mit der verzweifelten Situation des Malers im belgischen Exil. Das ebenfalls von dem Stararchitekten konzipierte Jüdische Museum in Berlin, dass im gleichen Stil gebaut ist, wurde ein Jahr später eröffnet.

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