Rheinischer Präses fordert von EU Rückgabe des Friedensnobelpreises

Manfred Rekowski

Foto: epd-bild/Stefan Arend

Manfred Rekowski fordert die Rückgabe des friedensnobelpreises von der EU.

Rheinischer Präses fordert von EU Rückgabe des Friedensnobelpreises
Der rheinische Präses Manfred Rekowski fordert von der EU angesichts ihres Umgangs mit Flüchtlingen auf dem Mittelmeer die Rückgabe des Friedensnobelpreises.

"Eine Europäische Union, die sich derart abschottet und Menschen in Todesgefahr die Hilfe verweigert, verrät die Liebe, für die das Christentum steht", schrieb der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, der auch Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, auf seinem Präsesblog.

Seit 2015 seien Tausende Menschen ertrunken. Auch in diesen Tagen gerieten wieder Flüchtlinge in Seenot und europäische Häfen verweigerten Rettungsschiffen die Einfahrt. "Eine Europäische Union, die nicht in der Lage ist, Ressentiments und nationale Egoismen zu überwinden sowie Mitmenschlichkeit und Liebe zu üben, sollte den ihr im Jahr 2012 verliehenen Friedensnobelpreis zurückgeben", erklärte Rekowski.

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