USA: Mitgliederschwund bei Südlichen Baptisten

USA: Mitgliederschwund bei Südlichen Baptisten
Die Südlichen Baptisten, die größte protestantische Kirche der USA, haben im vergangenen Jahr erneut Mitglieder verloren.

Wie der Informationsdienst der konservativ und evangelikal geprägten "Southern Baptist Convention" am Freitag (Ortszeit) mitteilte, ist die Zahl der Mitglieder im Zeitraum von 2016 auf 2017 um 211.340 oder 1,39 Prozent auf 15.005.638 zurückgegangen, die Zahl der Taufen um 9,49 Prozent oder 26.651 auf 254.122.

Der Rückgang der Zahlen bestätige einen seit längerem vorherrschenden Trend, hieß es. Seit 2006 hätten die Gemeinden des Südlichen Baptistenverbandes etwa 1,3 Millionen Mitglieder verloren. Positiv vermerkte der Verband, dass die Zahl der Gemeinden von 2016 auf 2017 um 272 auf 47.544 gestiegen sei. Die Spendeneinahmen hätten sich in diesem Zeitraum um 267 Millionen Dollar auf 11,7 Milliarden Dollar gesteigert.

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Die meisten protestantischen Kirchen in den USA haben in letzten Jahren Mitglieder eingebüßt. Nach Umfragen distanzieren sich besonders junge Menschen zusehends von organisierter Religion. Der Südliche Baptistenverband wurde 1845 gegründet. 21 Prozent der Kirchengemeinden befinden sich trotz des Namens der Kirche außerhalb des Südens.