Zwei Millionen Kinder im Kongo vom Hungertod bedroht

Mehr als zwei Millionen Kinder im Kongo sind laut Hilfsorganisationen akut vom Hungertod bedroht.

Foto: dpa/Christian Jepsen

Flüchtlingskinder in einem Flüchtlingsdorf im Kongo. Mehr als zwei Millionen Kinder im Kongo sind laut Hilfsorganisationen akut vom Hungertod bedroht.

Zwei Millionen Kinder im Kongo vom Hungertod bedroht
Mehr als zwei Millionen Kinder im Kongo sind laut Hilfsorganisationen akut vom Hungertod bedroht. Ohne sofortige Hilfe würden die Mädchen und Jungen sterben, erklärte die Organisation SOS-Kinderdörfer am Freitag in München.

Die UN riefen die Staatengemeinschaft zum Handeln auf. "Für die Kinder läuft die Zeit ab, die meisten sind schon jetzt schwer unterernährt", sagte der Sprecher des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA), Louay Yassin, in Genf.

Grund für die drohende Katastrophe in dem afrikanischen Land seien unter anderem die anhaltende Gewalt in vielen Regionen wie dem Kasai und der Provinz Nord-Kivu, sagte Yassin. Die Konflikte hätten zu dramatischen Produktionsausfällen in der Landwirtschaft geführt.



Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR berichtete von brutaler Gewalt gegen Zivilisten. Bei den zum Teil ethnisch aufgeladenen Kämpfen zwischen verschiedenen Milizen, Armee- und Polizeieinheiten geht es auch um Rohstoffe. Nach UNHCR-Angaben befinden sich 4,5 Millionen Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht. Fast 700.000 Menschen konnten sich vor den Kämpfen in die Nachbarländer retten.

Die SOS-Kinderdörfer engagieren sich seit 1987 in der Demokratischen Republik Kongo. Unter anderem bieten die drei SOS-Kinderdörfer verlassenen Jungen und Mädchen ein neues Zuhause.

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