Bremer Moschee mit Schmähschriften besprüht

Fatih-Moschee in Bremen

Foto: epd-bild / Hans Henning Hassel

Die Fatih-Moschee in Bremen ist zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres zum Ziel eines islamfeindlichen Angriffes geworden.

Die Fatih-Moschee in Bremen ist zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres zum Ziel eines islamfeindlichen Angriffes geworden. Unbekannte sprühten in der Nacht zum Sonntag in schwarzer und roter Farbe Beleidigungen an den Eingang und an die Fassade, wie die Islamische Föderation Bremen mitteilte.

"Unsere Gemeinde ist tief besorgt", sagte der Sprecher der Föderation, Vahit Bilmez. Auch an den Wänden eines Anbaus, der sich gerade im Bau befindet, fanden sich Schmähschriften.

Die Fatih-Moschee ist die älteste Moschee in Bremen und die drittgrößte in Deutschland. Sie bietet Platz für rund 1.300 Menschen und wird der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs zugerechnet. Bereits vor einem halben Jahren hatten unbekannte Täter die Fatih-Moschee attackiert, indem sie an einem Fenster und in einem Briefkasten Feuerwerkskörper entzündeten und islamfeindliche Parolen an die Wand sprühten.



Nach einem Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) hat es im vergangenen Jahr bundesweit mindestens 950 Angriffe auf Muslime und muslimische Einrichtungen gegeben. Zu den erfassten Straftaten zählen demnach Schmierereien und Sachbeschädigung an Häusern und Moscheen, Hasskommentare gegen Muslime im Internet, Drohbriefe, Schändungen etwa mit Schweineblut und Angriffe auf Kopftuch tragende Frauen oder muslimische Männer auf der Straße. Dabei seien 33 Menschen verletzt worden. Die Zeitung beruft sich auf Angaben des Bundesinnenministeriums.