Politiker von Union und SPD gegen Magerwahn

Politiker von Union und SPD gegen Magerwahn
Bei Politikern von Union und SPD wächst einem "Spiegel"-Bericht zufolge die Bereitschaft, gegen den Schlankheitswahn in der Modelbranche vorzugehen.

"Wir brauchen eine gesetzliche Regelung zum Schutz vor Magersucht", sagt der SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach in der jüngsten Ausgabe des Nachrichtenmagazins: "Es gibt kaum eine Erkrankung bei jungen Frauen, die eine so hohe Sterblichkeitsrate hat wie Magersucht - und die Heilungschancen sind gering."

Die CSU-Politikerin Dorothee Bär, die für einen Ministerposten im neuen Bundeskabinett gehandelt wird, sagte, dass "Aufklärung allein an ihre Grenzen zu stoßen scheint". Bilder von Frauen müssten wieder stärker Abbilder der Wirklichkeit sein, sagte sie: "Die Zeit ist gekommen, sich die Regelungen unserer Nachbarn genau anzusehen." In Frankreich dürfen Frauen mit Untergewicht dem Bericht zufolge nicht mehr als Models arbeiten, in Spanien und Israel gibt es ähnliche Vorschriften.



Auch die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sieht Handlungsbedarf. "Size-Zero-Models gaukeln ein Ideal vor, welches weder ästhetisch noch gesund ist - mit gefährlichen Langzeitschäden für Körper und Seele bis hin zum Tod", sagt sie dem "Spiegel".

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