Potsdam: Verdächtiges Paket war Erpressungsversuch

Die DHL-Packstation an der Kantstraße Ecke Roseggerstraße in Potsdam, in der die Paketbombe aufgegeben wurde.

Foto: dpa/Gregor Fischer

Die DHL-Packstation an der Kantstraße Ecke Roseggerstraße in Potsdam, in der die Paketbombe aufgegeben wurde.

Potsdam: Verdächtiges Paket war Erpressungsversuch
Der Fund eines verdächtigen Paketes unweit des Potsdamer Weihnachtsmarktes am Freitag hat mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen terroristischen Hintergrund. Vielmehr liege dem eine versuchte Erpressung des Paketdienstleisters DHL zugrunde, erklärten Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) und der Leitende Oberstaatsanwalt Heinrich Junker am Sonntag in Potsdam. Es gehe um eine Geldforderung in Millionenhöhe.

Innenminister Schröter sprach von einer guten und einer schlechten Nachricht. Die gute Nachricht sei, dass der Weihnachtsmarkt offenbar nicht das Ziel des verdächtigen Pakets gewesen sei. Ermittelt wird nach den Worten von Oberstaatsanwalt Junker nun nicht mehr nur wegen des Versuchs der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, sondern auch wegen schwerer räuberischer Erpressung. Die Polizei hält weitere derartige Pakete für wahrscheinlich, mit denen der oder die Erpresser ihre Millionenforderung durchsetzen wollen, und rief zur Vorsicht auf.


Am Freitagnachmittag hatten Mitarbeiter einer Apotheke in der Potsdamer Innenstadt die Polizei über ein verdächtiges Paket informiert. Polizisten entdeckten darin unter anderem einen metallischen Zylinder, Batterien und Nägel. Die Gegend wurde weiträumig abgesperrt und das verdächtige Paket durch Spezialkräfte kontrolliert entschärft. Einen Zündmechanismus hatte die Sendung offenbar nicht.

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