"Die Toten Hosen" rufen zu Antirassismus-Aktion auf

Zum Auftakt ihrer neuen Tournee haben die "Die Toten Hosen" zum Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus aufgerufen. "Es ist wichtig, dass wir Hass und Vorurteilen entgegentreten", heißt es in einem am Sonntag in Frankfurt am Main verbreiteten Aufruf. "Die Toten Hosen" unterstützen damit die von Pro Asyl initiierte Kampagne "Wir geben keine Ruhe - Gemeinsam gegen Rassismus". Zum Tourneeauftakt wurden die Hosen am Sonntagabend im sächsischen Chemnitz erwartet.

"Es geht um Menschenrechte und Respekt", erklärten die Punkrocker um Sänger Campino. Tag für Tag würden Angriffe auf Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte verübt. Bis Ende Oktober wurden in diesem Jahr laut Pro Asyl mehr als 800 Vorfälle registriert, im Durchschnitt mehr als drei Angriffe täglich.

Pro Asyl und "Die Toten Hosen" fordern in ihrer Kampagne, "klare Kante gegen Rassismus zeigen". Wer gegen Migranten und Flüchtlinge hetze, sei für die Gewalttaten mitverantwortlich: "Weghören oder wegschauen heißt mitmachen." Weiter sprechen sie sich für eine "konsequente Aufklärung" rassistisch motivierter Gewaltverbrechen durch Polizei und Staatsanwaltschaft sowie für ein Bleiberecht für Opfer rassistischer Attacken aus.

"Die Toten Hosen" unterstützen die Arbeit von Pro Asyl nach eigenen Angaben seit mehr als 15 Jahren. Mit ihrem Song "Willkommen in Deutschland" stellten sie nach rechtsextremen Anschlägen und Ausschreitungen etwa in Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen vor rund 25 Jahren rassistische Hetze und Gewalt an den Pranger.