Präses Rekowski: Gemeinsames Abendmahl wäre folgerichtig

Präses Rekowski: Gemeinsames Abendmahl wäre folgerichtig
Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, wirbt für mehr konkrete Ökumene zwischen Katholiken und Protestanten.

"Die Menschen in den Kirchengemeinden haben nach meiner Beobachtung wenig Verständnis für ökumenische Stagnation, zumal sie in der Regel nachbarschaftlich gut ökumenisch zusammenleben", sagte Rekowski dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Düsseldorf. Christen schöpften aus derselben Quelle. "Ein gemeinsames Abendmahl wäre ein folgerichtiger und konsequenter Weg."

Ob dies bis zum ökumenischen Kirchentag im Jahr 2021 möglich sein wird, könne er nicht sagen, erklärte der rheinische Präses: "In dieser Frage sollte man nicht auf den Kalender schauen." In der katholischen Kirche werde nach seiner Wahrnehmung aber intensiv über den seelsorglichen Umgang mit konfessionsverbindenden Ehepaaren und ihre gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie diskutiert, sagte der 59-jährige Theologe. "Auch der Papst ermutigt die deutschen Bischöfe, zu Lösungen zu kommen. Davon hängen weitere Fortschritte entscheidend ab."

Mehr Zusammenarbeit ist nach Ansicht des obersten Repräsentanten der zweitgrößten deutschen Landeskirche auch beim christlichen Religionsunterricht in den Schulen nötig. "Die zum Teil dramatischen Veränderungen der Schulwirklichkeit und der Rückgang evangelischer und auch katholischer Schülerinnen und Schüler fordert uns gemeinsam heraus", sagte Rekowski. "Wir brauchen nach meiner Überzeugung gemeinsame Lösungen mit Perspektive, damit es auch in Zukunft einen konfessionell verantworteten Religionsunterricht geben wird."

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